Money Makes the Church Go Round
Kritische Anmerkungen zum kirchlichen Stiftungsboom
Ein Beitrag von Pfr. Andreas Dreyer. Dieser Artikel ist eine vom Autor leicht redaktionell veränderte Version eines Beitrags im Deutschen Pfarrerblatt - Heft: 9/2008.
Allen
kritischen Einwänden zum Trotz hat sich im zurückliegenden Jahrzehnt ein
innerkirchliches Netzwerk von Befürwortern alternativer kirchlicher
Finanzinstrumente etabliert, die sich davon die Lösung vieler Sorgen der
Kirchen in finanzieller Hinsicht versprechen. Allerdings scheinen einige
Probleme des kirchlichen Fundraising aufgrund der Besonderheiten, die Kirche
gegenüber anderen gemeinnützigen Organisationen aufweist, nicht hinreichend
bedacht worden zu sein. Andreas Dreyer will zur Unterscheidung und kritischen
Sichtung beitragen.
Die Kirche ist in der Realität angekommen. Themen wir der gesellschaftliche Wandel, die wirtschaftlichen Folgen der Globalisierung und die demographische Entwicklung bestimmen – endlich - auch kirchliche Debatten. Das ist kein Zufall, denn Folgen dieser Megatrends sind u. a. das Absinken der Mitgliederzahlen und auch der Kirchenfinanzen in den letzten Jahren. Aber statt Analyse der Problematik setzten nicht wenige lieber auf schnelle Antworten: Stiftungen, Sponsoring und Fundraising, von den Protagonisten forsch ‚alternative kirchliche Finanzinstrumente’ genannt, versprachen angeblich rasche Hilfe. Doch die erste Euphorie ist verflogen, eine Phase ernsten Nachdenkens scheint einzusetzen.
1. Theologische Anfragen
Stiftungen und Sammlungen gibt es in der Kirche – wie Stiftungsbefürworter immer wieder betonen – schon lange, mindestens seit dem Hochmittelalter. Ob sie jedoch wirklich typisch evangelisch sind (wie eine gleichnamige Stiftungsausstellung suggerieren will) – darf mit Fug und Recht gefragt werden. Die Frage bleibt aber zweitrangig, denn wichtiger ist, ob Stiftungen überhaupt zur Lösung der Finanzkrise beitragen können und tatsächlich sollen.
Von Vespasian stammt die Redewendung »Geld stinkt nicht«. Die Christenheit hat dieser antiken Einschätzung immer schon heftig widersprochen, und zwar aus guten Gründen. So war es für die Urchristenheit eine zentrale Frage, aus welchen Quellen das Geld stammte, mit dem Gemeinschaftsaufgaben finanziert wurde. In den Zeiten des landesherrlichen Kirchenregimentes schien dieses Wissen fast bedeutungslos zu sein, denn es gab keine realistische Alternative zur Finanzierung aus dem Staatshaushalt, zumal die Landesfürsten auch die bischöfliche Gewalt innehatten.
In der Bundesrepublik sicherte die vom Staat eingezogene Kirchensteuer als Haupteinnahmequelle von den 50er Jahren bis etwa Mitte der 90er Jahre die auskömmliche Finanzierung der Kirche aus der Mitte ihrer Glieder heraus und entband sie so der Suche nach Alternativen. In der Euphorie der bundesdeutschen Wachstumsjahre mit stetig steigendem Steueraufkommen hielt man Stiftungen etc. deshalb auch für geradezu überflüssig und meinte, sie aus Vereinfachungsgründen in den allgemeinen Haushalt überführen zu können.
Seitdem ist jedoch viel geschehen, vor allem ist seit den 90er Jahren die Kirchensteuer nominal wie effektiv rückläufig, wofür Austritte, konjunkturelle Krisen und die Verlagerung von direkten zu indirekten Steuern durch den Gesetzgeber als Hauptgründe gelten können. Dabei gewährleistet die Kirchenlohn- wie einkommensteuer deutschen Rechts nicht nur das Prinzip der Besteuerung nach Leistungsfähigkeit (womit dem Sozialstaatsprinzip Genüge getan wurde), sondern sie trägt auch Gewähr für die Herkunftssicherheit der Mittel aus versteuertem Einkommen bzw. Gewinnen – ein bisher viel zu wenig beachteter Aspekt.
Hohe ethische Standards
In den zurückliegenden Jahren ist die Einsicht
der Notwendigkeit von Transparenz in finanzieller Hinsicht auch hierzulande
gereift. So sind Schmiergeldzahlungen erst seit dem Jahre 2000 verboten,
Antikorruptions-Gesetze und das Geldwäschegesetz wurden eingeführt, die
Parteienfinanzierung wurde völlig neu geregelt (hohe Strafen bei Entgegennahme
von Spenden anonymer Geldgeber!).
All dies sind Regelungen, für die man aus christlich-ethischer Sicht nur
dankbar sein darf, da sie endlich ein kritisches Bewusstsein dafür geschaffen
haben, dass Organisationen jeder Art in einer demokratischen Gesellschaft ihre
Finanzströme absolut transparent gestalten müssen. Zahlreiche Prozesse gegen
Prominente haben ein Übriges getan und das gesellschaftliche Klima radikal
zugunsten größtmöglicher Transparenz bei der Finanzierung von öffentlichen
Aufgaben verändert. Auch die verfasste Kirche tut aber deshalb in ihrem
ureigensten Interesse gut daran genau hinzuschauen, von wem sie Geld wofür
erbittet und erhält, welche Absichten, Ansprüche, Hintergedanken,
Einflussnahmen sich damit verbinden könnten. Kaum etwas kann der Kirche mehr
schaden als Skandale in finanzieller Hinsicht. Sie machen jeden scheinbar
schnellen Gewinn zunichte, wie u.a. der UNICEF-Skandal eindrücklich gezeigt
hat. Eine korrumpierbare, vom Geld anderer abhängige Kirche wird per
se unglaubwürdig.
Es bleibt festzuhalten:
– Die Kirchenfinanzierung hat ausschließlich durch ihre Glieder bzw.
Mitglieder und nicht durch Außenstehende, seien es natürliche oder juristische
Personen, zu erfolgen.
– Es ist die Kernaufgabe der jetzt lebenden Kirchenglieder, ihre Kirche je
nach ihrer Leistungsfähigkeit und ihren Möglichkeiten zu tragen und handlungsfähig
zu erhalten, auch wenn dies den Handlungsspielraum verengt. Dieses Grundprinzip
ist auch in den Kirchenverfassungen vieler Landeskirchen kodifiziert. Von dieser
Aufgabe kann Kirche sich nicht freimachen, will sie nicht an ihrem Wesen Schaden
nehmen. Als öffentlich-rechtliche Körperschaft mit Steuerprivilegien hat sie
zudem hohe Standards einzuhalten. Ihre ethischen Forderungen an die Wirtschaft,
den Staat, die Gesellschaft fallen andernfalls umso härter auf sie selbst zurück.
Um das Ausmaß der Problematik von Fremdfinanzierungen zu verdeutlichen, stelle
man sich nur einmal einen von einer Stiftung oder von einem Förderverein (co-)finanzierten
Bundespräsidenten, Kanzler, Richter etc vor – oder einen vom Vater eines Schülers
bezahlten Schullehrer oder Rektor. Daran wird die enorme Wichtigkeit der
Verhinderung von Interessenkollisionen a
priori deutlich! Allein die vermeintliche mögliche Abhängigkeit von
Amtsinhabern bereits, ohne konkret nachgewiesenes Entgegenkommen, führt zu
schweren Glaubwürdigkeitsdefiziten und Abhängigkeiten.
Interessenverquickung
Eine Kirche, die in großem Stil, mit entsprechendem Werbeaufwand und unter Inkaufnahme der Veränderung ihrer Corporate Identity auf alternative Finanzinstrumente wie Sponsoring und Co-Finanzierungen durch Stiftungen setzt, versteigt sich nicht nur in neue personelle Abhängigkeiten (was allein schon höchst problematisch ist), sondern sie macht sich gleichzeitig, in einem nicht unbeträchtlichen Maße von der von ihr sonst häufig kritisierten privaten Finanzwirtschaft abhängig. In aller Regel ist unbekannt, wie und wo Geldgeber oder Förderer investiert sind, woher Gewinne stammen, welche Gegenleistungen wirklich für die Gaben verlangt werden, wie sicher der Strom der Zuwendungen auch zukünftig ist und welche (Zins-)Erträge in der Zukunft zu erwirtschaften sein werden. Der Ursprung der Einnahmen ist nämlich, anders als bei der Kirchensteuer, nicht zweifelsfrei zu erweisen. Dies allein widerspricht bereits ethisch einem verantwortlichen wirtschaftlichen Handeln. Es setzt eine Entwicklung in Gang, an deren Ende es gar zu einem Verlust der Gemeinnützigkeit oder des Körperschaftsstatus kommen könnte. Die Kirche verliert zudem die Unabhängigkeit und Unbefangenheit des Urteils in allen wirtschaftlichen Fragen, da sie ein dann vollkommen verständliches Eigeninteresse an dauerhaft hohen Zinsen und am wirtschaftlichen Erfolg bestimmter Geldgeber entwickelt. Hier ergeben sich schwere Interessenkollisionen.
Unabhängigkeit
des Pfarramtes
In den letzten Jahren ist bei einer Reihe von Landeskirchen durch eine Vielzahl
administrativer und legislativer Maßnahmen, z.B. Aufwertung der Ebene des
Kirchenkreises, Versetzungsregelungen für (besser: gegen) Pfarrer etc. die
Unabhängigkeit des Pfarramtes weithin preisgegeben worden. Durch die
Co-Finanzierung von Pfarrstellen durch Stiftungen etc. wird nun die zentrale
Ebene der Kirchengemeinde und ihrer Organe weiter geschwächt, die Einflussnahme
durch Zustifter, Förderer etc. auf pfarramtliche und andere kirchliche
Entscheidungen wächst ungebremst. Ein Patronatswesen neuer Art wird durch die
Hintertür wieder eingeführt und führt in vordemokratische Zeiten zurück.
Mitgliedschaftsrecht ad absurdum
Bisher halten die Kirchen hierzulande aus guten Gründen an der einen
ungestuften, unteilbaren Mitgliedschaft fest. Modelle einer gestuften
Kirchenmitgliedschaft wie z.B. in den Niederlanden haben sich ungeachtet ihrer
theologischen Fragwürdigkeit auch rein praktisch überhaupt nicht bewährt. Das
starke Forcieren des Stiftungsgedankens untergräbt aber die eine gleichwertige
Vollmitgliedschaft und führt zu einer Situation wie einst beim preußischen
Drei-Stände-Wahlrecht, wo das Maß der Einflussnahme auf das Gemeinwesen auch
von der Höhe der geleisteten Abgaben abhing. In einer unkritisch Spender
akquirierenden Kirche wird das Normalmitglied schnell zum Christen zweiter
Klasse, der Großspender zum Haupteinflussnehmer, die innerkirchliche Demokratie
wird ausgehebelt.
2. Organisationssoziologische Aspekte
Kirche als Nonprofit-Organisation (NPO)
Die evangelischen Landeskirchen in Deutschland sind seit Jahren in einem sich
beschleunigenden Wandlungs- bzw. Transformationsprozess involviert, den man
verallgemeinernd als Entwicklung von der Amts- hin zur Dienstleistungskirche
bzw. Servicekirche bezeichnen könnte. Dennoch wäre es zu kurz gegriffen, sie
nun einfach unter dem Dach der viel gerühmten NPOs einzugruppieren, wie die
meisten Fundraising-Apologeten es tun. Dies gilt es zu beachten, auch wenn die
Kirchen durchaus vielfach und vielfältig mit einer Vielzahl von NPOs intensiv
zusammenarbeiten, solche auch ausgründen, fördern und unterstützen
(Diakonie-Katastrophenhilfe, Caritas, Brot für die Welt usw.). In der
Fachterminologie wird ein System derartiger Zusammenarbeit »Verschwisterung«
genannt.
Die verfassten Kirchen werden als solche ähnlich wie Gewerkschaften, Parteien,
Verbände, der öffentlich-rechtlichen Rundfunk etc. wahrgenommen und nicht als
NPOs – mit klaren Folgen für das Geberverhalten! Diese Einschätzung ist auch
insoweit zutreffend, als die Kirchen sich des staatlichen Kirchensteuereinzugs
bedienen und ihre Einnahmen zu ganz wesentlichen Teilen daraus (sowie aus
Staatsleistungen) erzielen und sich allein dadurch von nahezu allen anderen NPOs
grundlegend unterscheiden.
Dass öffentlich-rechtliche Körperschaften nun zwar – wie der Staat selbst
– Steuern erheben, diese aber andererseits für die Organisation nicht auskömmlich
sind und sie deshalb auf Fundraising, Stiftungsgründungen, Fördervereine tatsächlich
oder vorgeblich angewiesen sind, macht sie zu einer Art Zwitterwesen: Die
Signale, die Kirche damit an die Öffentlichkeit sendet, bleiben diffus. Man
will als Kirche das eine tun und das andere nicht lassen und begibt sich damit
auf eine gefährliche Gratwanderung! Viele Menschen fragen sich, wofür sie zukünftig
noch Kirchensteuer zahlen sollen, wenn doch Kirchen anscheinend ganz und gar von
ihrem anvisierten Spendenaufkommen meinen weiterexistieren zu können, was aber
bei realistischer Betrachtungweise überhaupt nicht der Fall ist.
Auch bisher schon befindet sich die Kirche, sofern sie Sammlungen durchführt, Fördervereine
in eigener Sache (mit)gründet, soziale Aktivitäten unterstützt usw. in einem
Wettbewerb mit einer großen Zahl anderer Wettbewerber. Während diese sich in
aller Regel jedoch weitestgehend durch Spenden finanzieren, ist die verfasste
Kirche eine im Wesentlichen durch Kirchensteuern und Staatsleistungen getragene
Institution. Die geschichtlichen und rechtlichen Gründe dafür können hier
nicht im Einzelnen ausgeführt werden. Es sei aber gesagt, dass die Kirchen, wie
ja auch allgemein bekannt, eine völlig andere geschichtliche Entwicklung
durchlaufen haben als nahezu alle heute tätigen NPOs.
Daraus resultiert eine Reihe von Fragen: Wertet die verfasste Kirche damit nicht
ihre klassischen »eigenen« Hilfswerke wie Brot für die Welt, Diakonie, Ev.
Partnerhilfe etc. intern wie nach außen hin ab? Werden darunter nicht die
Sammlungserlöse dieser kirchennahen NPOs leiden? Wird nicht gar die Corporate
Identity der Kirche beschädigt, welche zu nicht geringen Teilen auch
darauf aufbaut, Kirche für andere
(Bonhoeffer) zu sein?
Sobald die Kirche in der öffentlichen Wahrnehmung mehrheitlich als »in eigener
Sache sammelnd« wahrgenommen wird, könnte dies auch nachteilige Folgen für
den staatlichen Kirchensteuereinzug nach sich ziehen. Dieser könnte
staatlicherseits oder durch öffentlichen Diskurs (wieder einmal) hinterfragt
werden. Auf der anderen Seite werden sich Spender und Sponsoren zunehmend
fragen, wozu sie auch noch – quasi doppelt – Kirchensteuer zahlen sollen,
wenn die Wertschätzung doch in weitaus höherem Maß für Spenden, aber auch
nicht annähernd gleichermaßen für die abgeführte Steuer ausgesprochen wird.
Theologie als verzichtbarer Luxus?
Eine auf theologischen Grundeinsichten aufbauende Organisation wie die Kirche (»Leib
Christi«) kann nicht über längere Zeit von einem Berufsstand (erst recht
nicht von ihrem Kern-Berufsstand der Theologen) verlangen, das Geld für die
eigene Besoldung (zumindest teilweise) selbst einzuwerben, während viele andere
MitarbeiterInnen, auch führende und hoch dotierte MitarbeiterInnen, z.B.
Juristen, Verwaltungskräfte usw. fest angestellt sind und dies nicht tun müssen.
Hier setzt Kirche eindeutig ein falsches Signal, denn die Ausbildungsgänge,
Kompetenzen und Tätigkeiten der Nichttheologen werden somit in der
innerkirchlichen Wertehierarchie klar über die der Theologen gestellt. Die
Folgen daraus sind absehbar: Die Zahl der Theologiestudierenden wird weiter
absinken; die ohnehin angefochtene Stellung der Ev. Theologie an den Universitäten
wird weiter geschwächt; Theologie wandert aus der Kirche aus.
Fundraising in eigener Sache spaltet die Pfarrerschaft fortan in fest
angestellte und solche, die spenden- bzw. stiftungsabhängig, gewissermaßen »akquisepflichtig«
sind: Letztere geraten unter einen starken Legitimationsdruck, um damit ihre
Werbung in eigener Sache zu rechtfertigen. Dadurch wird Kollegialität
untergraben, ein vernünftiges Miteinander im Sinne der immer wieder
beschworenen und eingeforderten Dienstgemeinschaft wird de
facto unmöglich gemacht. Auch bleibt für Kirchenglieder unverständlich,
warum in der einen Gemeinde die pfarramtliche Versorgung von Amts wegen, in
einer anderen nur per Zustiftung, Förderverein etc. geschieht.
Organisationssoziologisch muss Kirche sich entscheiden: Entweder wirbt Kirche
als Ganzes, d.h. alle Mitarbeiter, gleichermaßen Spenden für den
Gesamthaushalt ein, oder aber die GemeindepfarrerInnen übernehmen weiterhin
schwerpunktmäßig das kirchliche Spendenmarketing, sammeln jedoch nicht pro
domo, sondern für den Sonderbedarf der Gemeinden oder bestimmter überregionaler
Einrichtungen.
Diener zweier Herren?
Kein bei einer Stiftung oder auch einer typischen NPO angestellter Mitarbeiter
ist neben dem (Stiftungs-)Vorstand als Arbeitgeber bzw. Dienstherr auch noch zusätzlich
einem Superintendenten, einem oder mehreren Kirchenvorständen etc zusätzlich
verantwortlich bzw. untersteht einem besonderen Gesetz, hier etwa dem
Pfarrergesetz der VELKD. Pfarrern aber, denen man einst auf den
Ordinationsurkunden ein Dienst- und Treueverhältnis auf Gegenseitigkeit
versprach, Weisungsfreiheit eingeschlossen, um die Freiheit der Verkündigung zu
garantieren, soll genau dies gleich mehrfach abverlangt werden: Sie müssen
fortan einen Spagat machen und die Interessen gleich mehrerer »Dienstherren«
in ihrem Amt und ihrer Person austarieren. Keine Frage, dass sich dies zum
Nachteil einer freien Verkündigung auswirken wird. Dies kann nicht im
kirchlichen Interesse sein, da es nicht nur die Attraktivität des Pfarramtes
deutlich absenkt, sondern zur Verkürzung des Evangeliums beiträgt.
3. Finanzmathematische Überlegungen
Stiftungsboom bei stagnierendem Spendenmarkt
Die Anzahl von gemeinnützigen Stiftungen sowie weiteren sozialen Organisationen
steigt seit einigen Jahren in allen gesellschaftlichen Bereichen signifikant an,
Stichwort: »Bürgergesellschaft und Stiftungsboom«. Allein im Jahre 2007 gab
es (lt. Bundesverband deutscher Stiftungen) 1134 offizielle Neugründungen.
Damit existieren bundesweit mittlerweile rund 16.000
Stiftungen. Hinzu kommen unzählige weitere NPOs wie gemeinnützige
GmbHs, Fördervereine, Bürgerinitiativen, Förderkreise usw. Gar nicht zu reden
von hochprofessionell am Spendenmarkt agierenden Hilfswerken wie »terre des
hommes«, »Greenpeace«, WWF, »Kindernothilfe«, »World Vision« etc.
Wenngleich auch stetig die Anzahl der »Markt-Teilnehmer« ansteigt, so sinkt
doch aus vielfältigen Ursachen die Spendensumme in Deutschland. Dazu
beigetragen hat sicherlich die fatale Gläubigkeit in eine
Allversorgungsmentalität durch den Sozialstaat. Nachteilig wirkt sich ebenfalls
der Abbau von Sozialtransfers durch einen vor Einsparnotwendigkeiten stehenden
Staat aus – so wird die Gesamtspendensumme voraussichtlich weiterhin
stagnieren.
Gesamtspendenaufkommen in Deutschland
2005: 3,5 Mrd. €
2006: 3,4 Mrd. €.
2007: 2,8 Mrd. €
2008: ?? Mrd. €
(lt. tns-infratest Spendenmonitor)
An dieser Realität haben weder die Wirtschaftsbelebung der letzten Jahre, auch
nicht Katastrophen wie der Tsunami und ebenfalls nicht die immer weiter
vorangetriebene Professionalisierung des Fundraisings vieler NPOs etwas ändern
können – übrigens auch nicht die penetrante Beschwörung einer Bürgergesellschaft
nach US-Vorbild. Denn bei dieser immer wieder erhobenen Forderung an die
deutsche Bevölkerung, sich stärker als bisher zu einer gemeinwohl-orientierten
Bürgergesellschaft nach US-Vorbild weiterzuentwickeln, werden tiefgreifende
kulturelle Differenzen, geschichtliche Entwicklungen und Präferenzen
beiderseits des Atlantiks übersehen.
Um das auf den ersten Blick hoch erscheinende Gesamtspendenaufkommen wird
folglich immer härter gerungen. Die Einnahmen vieler NPOs sind darum rückläufig.
Die weiteren Folgen liegen auf der Hand: Je kleiner eine NPO ist, desto
schwieriger wird für sie professionelles Marketing. Fixkosten für
Zertifizierung, Sitzungsaufwand, Öffentlichkeitsarbeit etc. schlagen außerdem
zu Buche und zehren am Ertrag. Rückläufige Zinserträge aufgrund von
Zinskonvergenz und Finanzmarktkrisen haben ein Übriges getan. So hängen kleine
NPOs dann oft vom Engagement weniger Personen ab, was ihre Zukunftsfähigkeit
weiter einengt. Die Gründung von Regionalstiftungen im Nahbereich, z.B. Bürgerstiftungen,
führt fast zwangsläufig zu schwierigen Konkurrenzsituationen mitsamt
Rollenkonflikten für Pastoren, Mitarbeiter, Kirchenvorstände usw.
Die deutsche Bevölkerung ist auch auf absehbare Zeit durch Einschnitte ins
Sozialwesen, die permanente Aufforderung zur Eigenvorsorge, v.a. bei der
Alterssicherung, durch
Einführung von Studiengebühren, Umsatzsteuer-Erhöhung, steigende
Energiekosten, Kürzungen im Gesundheitswesen, Nullrunden bei Löhnen und Gehältern,
Sockelarbeitslosigkeit usw. in ihrem Kern existenziell verunsichert und deshalb
von einem starken Sicherheitsbedürfnis angetrieben. Gehaltszuwächse, sofern
sie denn überhaupt den Inflationsverlust ausgleichen, wandern verstärkt vom
Konsumbereich in den Vorsorgesektor, was auch politisch gewollt ist, kaum jedoch
in den Spendensektor. 55% der Bundesbürger (im Osten sogar noch mehr) bekennen
sich deshalb dazu, grundsätzlich überhaupt nicht zu spenden! Das
Zusammenschmelzen der Mittelschicht, die zunehmende Anzahl von Transferempfängern,
der millionenfache Abbau sicherer Lebensarbeitszeitverhältnisse und somit der häufige
Verlust einer »klassischen« Rentenbiographie führen nämlich zu einer Ausdünnung
der spendenrelevanten Bevölkerungsmilieus.
Auch ist das Zutrauen darin, dass der Staat dauerhaft und nicht nur punktuell
bzw. proklamatorisch auf eine Politik von Steuersenkungen setzen und somit
wirklich neues Kapital für verstärktes Engagement im Freiwilligen-Sektor
schaffen werde, wohlweislich nicht sehr ausgeprägt.
Folglich ist bei realistischer Sichtweise für die nächsten Jahre auszugehen
von
– 1. einer anhaltenden Stagnation
der Gesamt-Spendensumme
– 2. einem weiter absinkenden Spendenbetrag pro Person
– 3. einer Zunahme der Gruppe der Wechselpender
sowie
– 4. einer Präferierung internationaler und medienwirksamer
Projekte (gegenüber regionalen und lokalen) durch die Spender.
Sollte sich das Spendenvolumen wider Erwarten doch ausweiten lassen, so würde
selbst diese Entwicklung an den Kirchen weitgehend vorübergehen. Eher ließe
sich als Trend festhalten, dass die Bundesbürger fortan zu verstärkten
ehrenamtlichen Zeit-Engagements bereit
sind, bei Geldspenden aber, auch im internationalen Vergleich, zur Zurückhaltung
neigen.
Kirchengemeinden, Kirchenkreisen, ja selbst kleineren Landeskirchen fehlen
weithin die Etats und auch die mediale Breitenwirkung (Auflagenschwäche der
Kirchenpresse), hier annähernd gegenzuhalten und Kleinstiftungen unter die Arme
zu greifen. Daran ändern auch gut gemeinte, in Wirklichkeit aber
kontraproduktive Bonifizierungsaktionen nichts. Regionale Initiativen (wozu
gemeindenahe Stiftungen und Förderkreise rechnen) werden sich deshalb, aber
auch aufgrund der stark zunehmenden Mobilität der Bevölkerung
(Flexibilisierung der Arbeitswelt) und der damit schon jetzt spürbaren
abnehmenden Regional- bzw. Heimatverbundenheit von Bevölkerungsteilen kaum
dauerhaft profiliert am Spendenmarkt behaupten können – wenn nicht rein zufällig
Großspender vor Ort, ortsansässige größere Firmen, Prominente etc., sie
kraftvoll unterstützen sollten. Doch dies dürfte nur bei wenigen der
vollzogenen Stiftungsgründungen der Fall sein und dann auch wieder neue Abhängigkeiten
mit all ihrer Problematik schaffen. Anstatt hier Gelder in Stiftungen zu
vergraben, sollte man eher Preise für Vorhaben ausloben, Aktivitäten
bezuschussen und auf Fördervereine wie bei Schulen setzen.
Die Kapitalstock-Problematik
Der zugrunde liegende Gedanke ist so alt wie verführerisch, es ist der Traum
jedes Privatiers: endlich ausschließlich von den Zinsen des Kapitals leben können,
der Pflicht zur Arbeit enthoben sein, niemandem mehr Rechenschaft schulden. Doch
es gibt ein Problem: Dieser Gedanke ist zutiefst unbiblisch, und er ist auch
unrealistisch!
Stiftungen werden i.d.R. dann begründet, wenn bereits ein solides Grundkapital
vorhanden ist, das seine Aufgabe sucht. Historische Beispiele dafür sind z.B.
der Nobelpreis oder die VW-Stiftung. Von dieser Basis ausgehend werden dann
Zustifter, Förderer und Unterstützer geworben. Doch solch komfortable
Ausgangssituationen sind in der Kirche leider nicht gegeben. Im Gegenteil: Trotz
anders lautender Bekundungen ist die kirchliche Finanzkrise der wahre Motor des
Stiftungsbooms. Eine der Kernursachen der Finanzkrise wiederum sind aber
erwiesenermaßen die Kirchenaustritte der zurückliegenden Jahre. Wie zahlreiche
Umfragen belegen, haben sie ihre Ursache vor allem in der gesuchten
Steuerersparnis. Es wäre unlogisch, wenn ausgerechnet diejenigen Personen, die
in erster Linie aus monetären Gründen der Kirche den Rücken gekehrt haben,
jetzt durch großzügige freiwillige Gaben den kirchlichen Stiftungen etc.
aufhelfen würden – und ob es aus innerkirchlicher Sicht überhaupt gewünscht
sein kann, sei einmal dahingestellt. Die durch Sammlungen, Aufrufe usw. in den
Kirchengemeinden und -kreisen eingeworbenen Mittel, häufig einige 10 000 €,
rechtfertigen bei den meisten derzeitigen kirchlichen Stiftungsgründungen eine
solche nicht. Jede Evaluierung wird dies unter Beweis stellen.
Experten sehen ein Mindestkapital für sinnvolle Stiftungsgründungen, die
Aufwand und Ertrag in ein angemessenes Verhältnis setzt, bei ca. 1 Mio. €
Startkapital! Stiftungen im Hunderttausend-Euro-Bereich machen jedoch unverhältnismäßig
viel Aufwand im Verhältnis zum Ergebnis und können die selbst gesteckten und
beworbenen Ziele nur selten erreichen, was zu Frustrationen bei den (Zu-)Stiftern
führen wird.
Hierzu ein Rechenbeispiel: Zur Ausfinanzierung einer vollen Pfarrstelle samt
Versorgungskostenanteil (Verrechnungsbetrag für 2009: p.a. 70 900 €) ist
bereits ein Kapitalstock von 1,8 Mio. € (bei optimistischer Grundannahme von
vierprozentiger Verzinsung) erforderlich; dabei sind Werbungs - und
Verwaltungskosten unberücksichtigt:
Durchschnittlich erforderlicher Kapitalstock für
eine Pfarrstelle (ungefähre Angaben)
bei 5% Zins: 1,4 Mio. €
bei 4% Zins: 1,8 Mio. €
bei 3,5% Zins: 2,1 Mio €
bei 3% Zins: 2,4 Mio. €
Ein derartiger Kapitalstock wird von zahlreichen Neugründungen nicht annähernd
und auf Jahre hin nicht erreicht Die Enttäuschung der Öffentlichkeit darüber,
dass viele Kleinstiftungen ihre Ziele, für die die Kapitalien von einer
Vielzahl von Spendern erbeten wurden, nicht werden erfüllen können, schmerzt
die Geldgeber dann doppelt und lässt sie u.U. sogar ihre Kirchenmitgliedschaft
kritisch hinterfragen, erschüttert aber in jedem Falle das Grundvertrauen in
die Kirche.
Renditeabhängigkeit
Die im marktwirtschaftlichen System typische und vom Konjunkturzyklus abhängige
Schwankungsbreite der Umlaufrendite (Differenz zwischen Hoch- und
Niedrigzinsphasen) und damit einhergehend die schwer prognostizierbare künftige
Ausschüttung einer Stiftung erschwert, ja verunmöglicht selbst bei
sicherheitsorientierter Anlagepolitik und niedriger Inflation eine dauerhaft
gleich bleibende und erst recht eine die Personalkostensteigerungen
einkalkulierende Finanzierung von Mitarbeiterstellen. Daraus resultieren neben
den finanziellen auch zahlreiche arbeits- und dienstrechtliche Fragen, auch
solche den Dienstherrenstatus betreffend, die noch völlig ungeklärt sind. Was
geschieht, wenn eine Stiftung ihrer Selbstverpflichtung nicht nachkommen kann
oder will? Wer tritt in die Pflicht ein?
Gute Zinserträge der Vergangenheit, z.B. die Hochzinsphase in den 90er Jahren,
bieten keinerlei Gewähr dafür, dass dies künftig wieder so sein wird: Die
Euro-Einführung hat zu einer deutlichen Abschwächung des Zinsniveaus geführt
und wird dies auch in Zukunft gewährleisten. Anziehende Inflation frisst einen
Teil des Ertrages wieder auf, ein Teil der Zinsen ist in einen
Werterhaltungsfonds einzustellen etc. Und bei aller Sympathie gegenüber
Kapitaldeckungsverfahren gilt doch zugleich, dass auch diese keineswegs absolut
krisensicher sind: Stiftungen sind nur im Erlebensfall »für die Ewigkeit«.
Verhältnismäßigkeit: Haupt- und Nebenwege
Man bedenke: Die bisher im kirchlichen Spendensektor erzielten Einnahmen
erbringen ca. 3 € p.a. und Mitglied – das sind nicht einmal 2% vom
durchschnittlichen Kirchensteuerbetrag (ca. 155 €) pro Person! Selbst eine –
äußerst unwahrscheinliche – exorbitante Steigerung auf dem Spendensektor
kann folglich die Minderung, die durch Vernachlässigung der Kirchensteuer und
vollkommen überzogene Priorisierung von Fundraising entsteht, bei weitem nicht
kompensieren. Also sollte tunlichst auch nicht der falsche äußere Anschein
erweckt werden, man
könne so die zukünftige Kirchenfinanzierung wesentlich ausgestalten. Knappe
Mittel für die wenigen überhaupt vorhandenen operativen Strategiestellen
sollten darum vorrangig dort angesiedelt werden, wo die Haupteinnahmequellen
gesichert werden müssten – und nicht auf Nebenwegen, die u.U. sogar die
Haupteinnahmequellen unterminieren! Eine neue Dankeskultur der Kirchen muss
darum die Kirchensteuer in den Vordergrund stellen. Zugleich ist der Öffentlichkeit
klarzumachen, dass eine Volkskirche mit flächendeckendem Angebot unter den
derzeit herrschenden Rahmenbedingungen stiftungsbasiert nicht überleben kann,
sondern dass es sich bei FKB, Stiftungseinlagen, Fördervereinsbeiträgen
ausschließlich um zusätzliche Gaben
bzw. Einnahmen (dona superaddita) für
besondere Zwecke und Aufgaben handeln kann. Die eindeutige Botschaft muss
lauten: Wer über seinen Kirchensteuer-Betrag hinaus mehr geben möchte, kann
und soll dies gerne tun; aber keinesfalls stattdessen!
4. Fazit
Die verfassten Kirchen sind gut beraten, sich bei der Sicherung der finanziellen
Ressourcen endlich auf ihre Haupteinnahmequellen Kirchensteuer und
Staatsleistungen zu konzentrieren, denn diese erbringen den Kernertrag.
Mitgliederorientierung und –gewinnung, Mitsprache bei der staatlichen
Steuergestaltung, zielgenauer Einsatz der Staatsleistungen heißen hier die
Kernaufgaben. Auf dem Spenden- und Stiftungsmarkt müssen die Kirchen neu
lernen, von ihrem Auftreten und ihren Erwartungen her nicht als typische NPOs,
sondern als Organisationen sui generis
zu agieren. Die zu entwickelnde Dankeskultur muss die Kirchensteuer mit
einschließen, zugleich hat eine Klärung zu erfolgen, wie weit der Einfluss von
Nichtmitgliedern gehen darf.
Eine Professionalisierung des kirchlichen Fundraisings ist und bleibt wichtig
und zu Teilen sicherlich auch Erfolg versprechend: Das Aufkommen an freiwilligen
Kirchenbeiträgen bei Projekten und auch für die kirchlichen Hilfswerke kann
durchaus im Rahmen gesteigert werden – dies gilt jedoch nur, wenn es durch
Personen vor Ort erfolgt, mit konkreten lokalen Projekten verbunden ist und
nicht durch von außen kommende kirchliche Fundraiser durchgeführt wird. Vor übertriebenen
Erwartungen ist eindringlich zu warnen.
Kritisch zu bewerten ist die Frage der vielen Regional- bzw. Gemeindestiftungen
und ihrer Bonifizierung durch die Landeskirche erst recht, wenn damit
Personalkosten dauerhaft geleistet werden sollen.
Es wäre aus den o.g. Gründen heraus wesentlich sinnvoller, sich innerhalb der
Kirche auf wenige, aber vergleichsweise große
Stiftungen zu konzentrieren, weil nur diese überregional, öffentlichkeitswirksam
und effektiv wirken können. Sie können wichtige gesellschaftliche Themen und
Trends aufnehmen, z.B. die Bildungsproblematik, Entwicklungsthematik, identitäts-stiftende
Bauprojekte etc., und damit im Verbund mit den Landeskirchen deren Agenda
unterstützen. Diese NPOs resp. Stiftungen können dann je nach aktueller
Finanzlage ihre Mittelzusagen drosseln oder ausweiten, ohne gleich quasi inaktiv
zu werden, auf aktuelle Entwicklungen kompetent reagieren, zwischen Bau- und
Personalmitteln umschichten usw.
Eine weitgehende Aufsplitterung des Stiftungs- und Fördervereinswesens auf
Kirchenkreis- und Gemeindeebene, wie derzeit zu beobachten und durch Fundraiser
vehement forciert, wird aus den vorgenannten Gründen nicht zu den avisierten
Zielen führen: Ein solches Vorgehen bindet vergleichsweise viele Kräfte und
Mittel (man denke nur an die neu geschaffenen Fundraiser-Stellen), kann nicht
gebündelt agieren, ist in viel zu hohem Maße personenabhängig und nicht
sachgemäß. Sie schürt verständliche Hoffnungen unter den Kirchengliedern,
die sich allerdings nicht werden erfüllen lassen, und ein gerade für die
Kirche hochexplosives Glaubwürdigkeitsdefizit entsteht. Deshalb wird man in
Abwandlung des berühmten Zitats des Publizisten Johannes Groß abschließend
sagen dürfen: die evangelische Kirche wird auch in 50 Jahren noch steuer- oder
aber dann beitragsfinanzierte Kirche sein – oder sie wird nicht mehr sein!
Literatur:
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Dies. u. a (Hgg.). Geben, Schenken, Stiften – theologische und philosophische
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Martin, Karl (Hg.), Abschied von der Kirchensteuer, Oberursel 2002
Nüchtern, Michael, Wenn Kirche stiften geht…, DPfBl 1/2006, S. 3-5
Petersen, Jens, Kirchensteuer in der Diskussion, Hannover 1995
Rullkötter, Stefan, Deutschland geht stiften, in: EURO 07/2008, S. 128.132
Timmer, Carsten, Stiften in Deutschland, Gütersloh 2005
Urselmann, Michael, Fundraising – professionelle Mittelbeschaffung für
Nonprofit-Organisationen, Bern/Stuttgart/Wien 2007
ders., Erfolgsfaktoren im Fundraising von Nonprofit-Organisationen, Wiesbaden
1998
Ein Beitrag von Pfr. Andreas Dreyer. Dieser Artikel ist eine vom Autor leicht redaktionell veränderte Version eines Beitrags im Deutschen Pfarrerblatt - Heft: 9/2008.
Informationen zum Deutschen Pfarrerblatt finden Sie auf der Webseite des Verbandes der Vereine evangelischer Pfarrerinnen- und Pfarrer in Deutschland e.V. unter: www.pfarrverband.de.
Der Autor Andreas Dreyer, Jahrgang 1962, ist seit 1991 Pastor in der hannoverschen Landeskirche und Mitglied im Pastorenausschuss der hannoverschen Landeskirche. Seit 2006 gehört er dem Pfarrvereinsvorstand an, seit 1998 schon arbeitet er im Pastorenausschuss der Landeskirche mit. Am 29. September hat ihn die Sprecherinnen- und Sprecher-Versammlung des Hannoverschen Pfarrvereins einstimmig zum neuen Vorsitzenden gewählt [zur Meldung...]. In seinem Kirchenkreis hat Pastor Dreyer das Amt des 2. stellvertretenden Superintendenten und des Öffentlichkeits-Beauftragten inne, darüber hinaus ist er langjähriges Mitglied im Finanzausschuss.
