Netzwerk Kirchenreform - Sunday, 14. March 2010
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Money Makes the Church Go Round

Kritische Anmerkungen zum kirchlichen Stiftungsboom

 

Pastor Andreas Dreyer

Ein Beitrag von Pfr. Andreas Dreyer. Dieser Artikel ist eine vom Autor leicht redaktionell veränderte Version eines Beitrags im Deutschen Pfarrerblatt - Heft: 9/2008.

  

Allen kritischen Einwänden zum Trotz hat sich im zurückliegenden Jahrzehnt ein innerkirchliches Netzwerk von Befürwortern alternativer kirchlicher Finanzinstrumente etabliert, die sich davon die Lösung vieler Sorgen der Kirchen in finanzieller Hinsicht versprechen. Allerdings scheinen einige Probleme des kirchlichen Fundraising aufgrund der Besonderheiten, die Kirche gegenüber anderen gemeinnützigen Organisationen aufweist, nicht hinreichend bedacht worden zu sein. Andreas Dreyer will zur Unterscheidung und kritischen Sichtung beitragen.

  

Die Kirche ist in der Realität angekommen. Themen wir der gesellschaftliche Wandel, die wirtschaftlichen Folgen der Globalisierung und die demographische Entwicklung bestimmen – endlich - auch kirchliche Debatten. Das ist kein Zufall, denn Folgen dieser Megatrends sind u. a. das Absinken der Mitgliederzahlen und auch der Kirchenfinanzen in den letzten Jahren. Aber statt Analyse der Problematik setzten nicht wenige lieber auf schnelle Antworten: Stiftungen, Sponsoring und Fundraising, von den Protagonisten forsch ‚alternative kirchliche Finanzinstrumente’ genannt, versprachen angeblich rasche Hilfe. Doch die erste Euphorie ist verflogen, eine Phase ernsten Nachdenkens scheint einzusetzen.

  

  

1. Theologische Anfragen

   

Stiftungen und Sammlungen gibt es in der Kirche – wie Stiftungsbefürworter immer wieder betonen – schon lange, mindestens seit dem Hochmittelalter. Ob sie jedoch wirklich typisch evangelisch sind (wie eine gleichnamige Stiftungsausstellung suggerieren will) – darf mit Fug und Recht gefragt werden. Die Frage bleibt aber zweitrangig, denn wichtiger ist, ob Stiftungen überhaupt zur Lösung der Finanzkrise beitragen können und tatsächlich sollen.

Von Vespasian stammt die Redewendung »Geld stinkt nicht«. Die Christenheit hat dieser antiken Einschätzung immer schon heftig widersprochen, und zwar aus guten Gründen. So war es für die Urchristenheit eine zentrale Frage, aus welchen Quellen das Geld stammte, mit dem Gemeinschaftsaufgaben finanziert wurde. In den Zeiten des landesherrlichen Kirchenregimentes schien dieses Wissen fast bedeutungslos zu sein, denn es gab keine realistische Alternative zur Finanzierung aus dem Staatshaushalt, zumal die Landesfürsten auch die bischöfliche Gewalt innehatten.

In der Bundesrepublik sicherte die vom Staat eingezogene Kirchensteuer als Haupteinnahmequelle von den 50er Jahren bis etwa Mitte der 90er Jahre die auskömmliche Finanzierung der Kirche aus der Mitte ihrer Glieder heraus und entband sie so der Suche nach Alternativen. In der Euphorie der bundesdeutschen Wachstumsjahre mit stetig steigendem Steueraufkommen hielt man Stiftungen etc. deshalb auch für geradezu überflüssig und meinte, sie aus Vereinfachungsgründen in den allgemeinen Haushalt überführen zu können.

Seitdem ist jedoch viel geschehen, vor allem ist seit den 90er Jahren die Kirchensteuer nominal wie effektiv rückläufig, wofür Austritte, konjunkturelle Krisen und die Verlagerung von direkten zu indirekten Steuern durch den Gesetzgeber als Hauptgründe gelten können. Dabei gewährleistet die Kirchenlohn- wie einkommensteuer deutschen Rechts nicht nur das Prinzip der Besteuerung nach Leistungsfähigkeit (womit dem Sozialstaatsprinzip Genüge getan wurde), sondern sie trägt auch Gewähr für die Herkunftssicherheit der Mittel aus versteuertem Einkommen bzw. Gewinnen – ein bisher viel zu wenig beachteter Aspekt.

 

Hohe ethische Standards

 

In den zurückliegenden Jahren ist die Einsicht der Notwendigkeit von Transparenz in finanzieller Hinsicht auch hierzulande gereift. So sind Schmiergeldzahlungen erst seit dem Jahre 2000 verboten, Antikorruptions-Gesetze und das Geldwäschegesetz wurden eingeführt, die Parteienfinanzierung wurde völlig neu geregelt (hohe Strafen bei Entgegennahme von Spenden anonymer Geldgeber!).

All dies sind Regelungen, für die man aus christlich-ethischer Sicht nur dankbar sein darf, da sie endlich ein kritisches Bewusstsein dafür geschaffen haben, dass Organisationen jeder Art in einer demokratischen Gesellschaft ihre Finanzströme absolut transparent gestalten müssen. Zahlreiche Prozesse gegen Prominente haben ein Übriges getan und das gesellschaftliche Klima radikal zugunsten größtmöglicher Transparenz bei der Finanzierung von öffentlichen Aufgaben verändert. Auch die verfasste Kirche tut aber deshalb in ihrem ureigensten Interesse gut daran genau hinzuschauen, von wem sie Geld wofür erbittet und erhält, welche Absichten, Ansprüche, Hintergedanken, Einflussnahmen sich damit verbinden könnten. Kaum etwas kann der Kirche mehr schaden als Skandale in finanzieller Hinsicht. Sie machen jeden scheinbar schnellen Gewinn zunichte, wie u.a. der UNICEF-Skandal eindrücklich gezeigt hat. Eine korrumpierbare, vom Geld anderer abhängige Kirche wird per se unglaubwürdig.

Es bleibt festzuhalten:

– Die Kirchenfinanzierung hat ausschließlich durch ihre Glieder bzw. Mitglieder und nicht durch Außenstehende, seien es natürliche oder juristische Personen, zu erfolgen.

– Es ist die Kernaufgabe der jetzt lebenden Kirchenglieder, ihre Kirche je nach ihrer Leistungsfähigkeit und ihren Möglichkeiten zu tragen und handlungsfähig zu erhalten, auch wenn dies den Handlungsspielraum verengt. Dieses Grundprinzip ist auch in den Kirchenverfassungen vieler Landeskirchen kodifiziert. Von dieser Aufgabe kann Kirche sich nicht freimachen, will sie nicht an ihrem Wesen Schaden nehmen. Als öffentlich-rechtliche Körperschaft mit Steuerprivilegien hat sie zudem hohe Standards einzuhalten. Ihre ethischen Forderungen an die Wirtschaft, den Staat, die Gesellschaft fallen andernfalls umso härter auf sie selbst zurück. Um das Ausmaß der Problematik von Fremdfinanzierungen zu verdeutlichen, stelle man sich nur einmal einen von einer Stiftung oder von einem Förderverein (co-)finanzierten Bundespräsidenten, Kanzler, Richter etc vor – oder einen vom Vater eines Schülers bezahlten Schul­lehrer oder Rektor. Daran wird die enorme Wichtigkeit der Verhinderung von Interessenkollisionen a priori deutlich! Allein die vermeintliche mögliche Abhängigkeit von Amtsinhabern bereits, ohne konkret nachgewiesenes Entgegenkommen, führt zu schweren Glaubwürdigkeitsdefiziten und Abhängigkeiten.

 

Interessenverquickung

 

Eine Kirche, die in großem Stil, mit entsprechendem Werbeaufwand und unter Inkaufnahme der Veränderung ihrer Corporate Identity auf alternative Finanzinstrumente wie Sponsoring und Co-Finanzierungen durch Stiftungen setzt, versteigt sich nicht nur in neue personelle Abhängigkeiten (was allein schon höchst problematisch ist), sondern sie macht sich gleichzeitig, in einem nicht unbeträchtlichen Maße von der von ihr sonst häufig kritisierten privaten Finanzwirtschaft abhängig. In aller Regel ist unbekannt, wie und wo Geldgeber oder Förderer investiert sind, woher Gewinne stammen, welche Gegenleistungen wirklich für die Gaben verlangt werden, wie sicher der Strom der Zuwendungen auch zukünftig ist und welche (Zins-)Erträge in der Zukunft zu erwirtschaften sein werden. Der Ursprung der Einnahmen ist nämlich, anders als bei der Kirchensteuer, nicht zweifelsfrei zu erweisen. Dies allein widerspricht bereits ethisch einem verantwortlichen wirtschaftlichen Handeln. Es setzt eine Entwicklung in Gang, an deren Ende es gar zu einem Verlust der Gemeinnützigkeit oder des Körperschaftsstatus kommen könnte. Die Kirche verliert zudem die Unabhängigkeit und Unbefangenheit des Urteils in allen wirtschaftlichen Fragen, da sie ein dann vollkommen verständliches Eigeninteresse an dauerhaft hohen Zinsen und am wirtschaftlichen Erfolg bestimmter Geldgeber entwickelt. Hier ergeben sich schwere Interessenkollisionen.

   

Unabhängigkeit des Pfarramtes

In den letzten Jahren ist bei einer Reihe von Landeskirchen durch eine Vielzahl administrativer und legislativer Maßnahmen, z.B. Aufwertung der Ebene des Kirchenkreises, Versetzungsregelungen für (besser: gegen) Pfarrer etc. die Unabhängigkeit des Pfarramtes weithin preisgegeben worden. Durch die Co-Finanzierung von Pfarrstellen durch Stiftungen etc. wird nun die zentrale Ebene der Kirchengemeinde und ihrer Organe weiter geschwächt, die Einflussnahme durch Zustifter, Förderer etc. auf pfarramtliche und andere kirchliche Entscheidungen wächst ungebremst. Ein Patronatswesen neuer Art wird durch die Hintertür wieder eingeführt und führt in vordemokratische Zeiten zurück.


Mitgliedschaftsrecht ad absurdum

Bisher halten die Kirchen hierzulande aus guten Gründen an der einen ungestuften, unteilbaren Mitgliedschaft fest. Modelle einer gestuften Kirchenmitgliedschaft wie z.B. in den Niederlanden haben sich ungeachtet ihrer theologischen Fragwürdigkeit auch rein praktisch überhaupt nicht bewährt. Das starke Forcieren des Stiftungsgedankens untergräbt aber die eine gleichwertige Vollmitgliedschaft und führt zu einer Situation wie einst beim preußischen Drei-Stände-Wahlrecht, wo das Maß der Einflussnahme auf das Gemeinwesen auch von der Höhe der geleisteten Abgaben abhing. In einer unkritisch Spender akquirierenden Kirche wird das Normalmitglied schnell zum Christen zweiter Klasse, der Großspender zum Haupteinflussnehmer, die innerkirchliche Demokratie wird ausgehebelt.




2. Organisationssoziologische Aspekte

Kirche als Nonprofit-Organisation (NPO)

Die evangelischen Landeskirchen in Deutschland sind seit Jahren in einem sich beschleunigenden Wandlungs- bzw. Transformationsprozess involviert, den man verallgemeinernd als Entwicklung von der Amts- hin zur Dienstleistungskirche bzw. Servicekirche bezeichnen könnte. Dennoch wäre es zu kurz gegriffen, sie nun einfach unter dem Dach der viel gerühmten NPOs einzugruppieren, wie die meisten Fundraising-Apologeten es tun. Dies gilt es zu beachten, auch wenn die Kirchen durchaus vielfach und vielfältig mit einer Vielzahl von NPOs intensiv zusammenarbeiten, solche auch ausgründen, fördern und unterstützen (Diakonie-Katastrophenhilfe, Caritas, Brot für die Welt usw.). In der Fachterminologie wird ein System derartiger Zusammenarbeit »Verschwisterung« genannt.

Die verfassten Kirchen werden als solche ähnlich wie Gewerkschaften, Parteien, Verbände, der öffentlich-rechtlichen Rundfunk etc. wahrgenommen und nicht als NPOs – mit klaren Folgen für das Geberverhalten! Diese Einschätzung ist auch insoweit zutreffend, als die Kirchen sich des staatlichen Kirchensteuereinzugs bedienen und ihre Einnahmen zu ganz wesentlichen Teilen daraus (sowie aus Staatsleistungen) erzielen und sich allein dadurch von nahezu allen anderen NPOs grundlegend unterscheiden.

Dass öffentlich-rechtliche Körperschaften nun zwar – wie der Staat selbst – Steuern erheben, diese aber andererseits für die Organisation nicht auskömmlich sind und sie deshalb auf Fundraising, Stiftungsgründungen, Fördervereine tatsächlich oder vorgeblich angewiesen sind, macht sie zu einer Art Zwitterwesen: Die Signale, die Kirche damit an die Öffentlichkeit sendet, bleiben diffus. Man will als Kirche das eine tun und das andere nicht lassen und begibt sich damit auf eine gefährliche Gratwanderung! Viele Menschen fragen sich, wofür sie zukünftig noch Kirchensteuer zahlen sollen, wenn doch Kirchen anscheinend ganz und gar von ihrem anvisierten Spendenaufkommen meinen weiterexistieren zu können, was aber bei realistischer Betrachtungweise überhaupt nicht der Fall ist.

Auch bisher schon befindet sich die Kirche, sofern sie Sammlungen durchführt, Fördervereine in eigener Sache (mit)gründet, soziale Aktivitäten unterstützt usw. in einem Wettbewerb mit einer großen Zahl anderer Wettbewerber. Während diese sich in aller Regel jedoch weitestgehend durch Spenden finanzieren, ist die verfasste Kirche eine im Wesentlichen durch Kirchensteuern und Staatsleistungen getragene Institution. Die geschichtlichen und rechtlichen Gründe dafür können hier nicht im Einzelnen ausgeführt werden. Es sei aber gesagt, dass die Kirchen, wie ja auch allgemein bekannt, eine völlig andere geschichtliche Entwicklung durchlaufen haben als nahezu alle heute tätigen NPOs.

Daraus resultiert eine Reihe von Fragen: Wertet die verfasste Kirche damit nicht ihre klassischen »eigenen« Hilfswerke wie Brot für die Welt, Diakonie, Ev. Partnerhilfe etc. intern wie nach außen hin ab? Werden darunter nicht die Sammlungserlöse dieser kirchennahen NPOs leiden? Wird nicht gar die Corporate Identity der Kirche beschädigt, welche zu nicht geringen Teilen auch darauf aufbaut, Kirche für andere (Bonhoeffer) zu sein?

Sobald die Kirche in der öffentlichen Wahrnehmung mehrheitlich als »in eigener Sache sammelnd« wahrgenommen wird, könnte dies auch nachteilige Folgen für den staatlichen Kirchensteuereinzug nach sich ziehen. Dieser könnte staatlicherseits oder durch öffentlichen Diskurs (wieder einmal) hinterfragt werden. Auf der anderen Seite werden sich Spender und Sponsoren zunehmend fragen, wozu sie auch noch – quasi doppelt – Kirchensteuer zahlen sollen, wenn die Wertschätzung doch in weitaus höherem Maß für Spenden, aber auch nicht annähernd gleichermaßen für die abgeführte Steuer ausgesprochen wird.


Theologie als verzichtbarer Luxus?

Eine auf theologischen Grundeinsichten aufbauende Organisation wie die Kirche (»Leib Christi«) kann nicht über längere Zeit von einem Berufsstand (erst recht nicht von ihrem Kern-Berufsstand der Theologen) verlangen, das Geld für die eigene Besoldung (zumindest teilweise) selbst einzuwerben, während viele andere MitarbeiterInnen, auch führende und hoch dotierte MitarbeiterInnen, z.B. Juristen, Verwaltungskräfte usw. fest angestellt sind und dies nicht tun müssen. Hier setzt Kirche eindeutig ein falsches Signal, denn die Ausbildungsgänge, Kompetenzen und Tätigkeiten der Nichttheologen werden somit in der innerkirchlichen Wertehierarchie klar über die der Theologen gestellt. Die Folgen daraus sind absehbar: Die Zahl der Theologiestudierenden wird weiter absinken; die ohnehin angefochtene Stellung der Ev. Theologie an den Universitäten wird weiter geschwächt; Theologie wandert aus der Kirche aus.

Fundraising in eigener Sache spaltet die Pfarrerschaft fortan in fest angestellte und solche, die spenden- bzw. stiftungsabhängig, gewissermaßen »akquisepflichtig« sind: Letztere geraten unter einen starken Legitimationsdruck, um damit ihre Werbung in eigener Sache zu rechtfertigen. Dadurch wird Kollegialität untergraben, ein vernünftiges Miteinander im Sinne der immer wieder beschworenen und eingeforderten Dienstgemeinschaft wird de facto unmöglich gemacht. Auch bleibt für Kirchenglieder unverständlich, warum in der einen Gemeinde die pfarramtliche Versorgung von Amts wegen, in einer anderen nur per Zustiftung, Förderverein etc. geschieht. Organisationssoziologisch muss Kirche sich entscheiden: Entweder wirbt Kirche als Ganzes, d.h. alle Mitarbeiter, gleichermaßen Spenden für den Gesamthaushalt ein, oder aber die GemeindepfarrerInnen übernehmen weiterhin schwerpunktmäßig das kirchliche Spendenmarketing, sammeln jedoch nicht pro domo, sondern für den Sonderbedarf der Gemeinden oder bestimmter überregionaler Einrichtungen.


Diener zweier Herren?

Kein bei einer Stiftung oder auch einer typischen NPO angestellter Mitarbeiter ist neben dem (Stiftungs-)Vorstand als Arbeitgeber bzw. Dienstherr auch noch zusätzlich einem Superintendenten, einem oder mehreren Kirchenvorständen etc zusätzlich verantwortlich bzw. untersteht einem besonderen Gesetz, hier etwa dem Pfarrergesetz der VELKD. Pfarrern aber, denen man einst auf den Ordinationsurkunden ein Dienst- und Treueverhältnis auf Gegenseitigkeit versprach, Weisungsfreiheit eingeschlossen, um die Freiheit der Verkündigung zu garantieren, soll genau dies gleich mehrfach abverlangt werden: Sie müssen fortan einen Spagat machen und die Interessen gleich mehrerer »Dienstherren« in ihrem Amt und ihrer Person austarieren. Keine Frage, dass sich dies zum Nachteil einer freien Verkündigung auswirken wird. Dies kann nicht im kirchlichen Interesse sein, da es nicht nur die Attraktivität des Pfarramtes deutlich absenkt, sondern zur Verkürzung des Evangeliums beiträgt.


3. Finanzmathematische Überlegungen

Stiftungsboom bei stagnierendem Spendenmarkt

Die Anzahl von gemeinnützigen Stiftungen sowie weiteren sozialen Organisationen steigt seit einigen Jahren in allen gesellschaftlichen Bereichen signifikant an, Stichwort: »Bürgergesellschaft und Stiftungsboom«. Allein im Jahre 2007 gab es (lt. Bundesverband deutscher Stiftungen) 1134 offizielle Neugründungen. Damit existieren bundesweit mittlerweile rund 16.000 Stiftungen. Hinzu kommen unzählige weitere NPOs wie gemeinnützige GmbHs, Fördervereine, Bürgerinitiativen, Förderkreise usw. Gar nicht zu reden von hochprofessionell am Spendenmarkt agierenden Hilfswerken wie »terre des hommes«, »Greenpeace«, WWF, »Kindernot­hilfe«, »World Vision« etc.

Wenngleich auch stetig die Anzahl der »Markt-Teilnehmer« ansteigt, so sinkt doch aus vielfältigen Ursachen die Spendensumme in Deutschland. Dazu beigetragen hat sicherlich die fatale Gläubigkeit in eine Allversorgungsmentalität durch den Sozialstaat. Nachteilig wirkt sich ebenfalls der Abbau von Sozialtransfers durch einen vor Einsparnotwendigkeiten stehenden Staat aus – so wird die Gesamtspendensumme voraussichtlich weiterhin stagnieren.


Gesamtspendenaufkommen in Deutschland

2005: 3,5 Mrd. € 

2006: 3,4 Mrd. €.

2007: 2,8 Mrd. €

2008: ?? Mrd. €

(lt. tns-infratest Spendenmonitor)

   

An dieser Realität haben weder die Wirtschaftsbelebung der letzten Jahre, auch nicht Katastrophen wie der Tsunami und ebenfalls nicht die immer weiter vorangetriebene Professionalisierung des Fundraisings vieler NPOs etwas ändern können – übrigens auch nicht die penetrante Beschwörung einer Bürgergesellschaft nach US-Vorbild. Denn bei dieser immer wieder erhobenen Forderung an die deutsche Bevölkerung, sich stärker als bisher zu einer gemeinwohl-orientierten Bürgergesellschaft nach US-Vorbild weiterzuentwickeln, werden tiefgreifende kulturelle Differenzen, geschichtliche Entwicklungen und Präferenzen beiderseits des Atlantiks übersehen.

Um das auf den ersten Blick hoch erscheinende Gesamtspendenaufkommen wird folglich immer härter gerungen. Die Einnahmen vieler NPOs sind darum rückläufig. Die weiteren Folgen liegen auf der Hand: Je kleiner eine NPO ist, desto schwieriger wird für sie professionelles Marketing. Fixkosten für Zertifizierung, Sitzungsaufwand, Öffentlichkeitsarbeit etc. schlagen außerdem zu Buche und zehren am Ertrag. Rückläufige Zinserträge aufgrund von Zinskonvergenz und Finanzmarktkrisen haben ein Übriges getan. So hängen kleine NPOs dann oft vom Engagement weniger Personen ab, was ihre Zukunftsfähigkeit weiter einengt. Die Gründung von Regionalstiftungen im Nahbereich, z.B. Bürgerstiftungen, führt fast zwangsläufig zu schwierigen Konkurrenzsituationen mitsamt Rollenkonflikten für Pastoren, Mitarbeiter, Kirchenvorstände usw.

Die deutsche Bevölkerung ist auch auf absehbare Zeit durch Einschnitte ins Sozialwesen, die permanente Aufforderung zur Eigen­vorsorge, v.a. bei der Alterssicherung, durch

Einführung von Studiengebühren, Umsatzsteuer-Erhöhung, steigende Energiekosten, Kürzungen im Gesundheitswesen, Nullrunden bei Löhnen und Gehältern, Sockelarbeitslosigkeit usw. in ihrem Kern existenziell verunsichert und deshalb von einem starken Sicherheitsbedürfnis angetrieben. Gehaltszuwächse, sofern sie denn überhaupt den Inflationsverlust ausgleichen, wandern verstärkt vom Konsumbereich in den Vorsorgesektor, was auch politisch gewollt ist, kaum jedoch in den Spendensektor. 55% der Bundesbürger (im Osten sogar noch mehr) bekennen sich deshalb dazu, grundsätzlich überhaupt nicht zu spenden! Das Zusammenschmelzen der Mittelschicht, die zunehmende Anzahl von Transferempfängern, der millionenfache Abbau sicherer Lebensarbeitszeitverhältnisse und somit der häufige Verlust einer »klassischen« Rentenbiographie führen nämlich zu einer Ausdünnung der spendenrelevanten Bevölkerungsmilieus.

Auch ist das Zutrauen darin, dass der Staat dauerhaft und nicht nur punktuell bzw. proklamatorisch auf eine Politik von Steuersenkungen setzen und somit wirklich neues Kapital für verstärktes Engagement im Freiwilligen-Sektor schaffen werde, wohlweislich nicht sehr ausgeprägt.

Folglich ist bei realistischer Sichtweise für die nächsten Jahre auszugehen von

–    1. einer anhaltenden Stagnation der Gesamt-Spendensumme

–    2. einem weiter absinkenden Spendenbetrag pro Person

–    3. einer Zunahme der Gruppe der Wechselpender sowie

–    4. einer Präferierung internationaler und medienwirksamer Projekte (gegenüber regionalen und lokalen) durch die Spender.

Sollte sich das Spendenvolumen wider Erwarten doch ausweiten lassen, so würde selbst diese Entwicklung an den Kirchen weitgehend vorübergehen. Eher ließe sich als Trend festhalten, dass die Bundesbürger fortan zu verstärkten ehrenamtlichen Zeit-Engagements bereit sind, bei Geldspenden aber, auch im internationalen Vergleich, zur Zurückhaltung neigen.

Kirchengemeinden, Kirchenkreisen, ja selbst kleineren Landeskirchen fehlen weithin die Etats und auch die mediale Breitenwirkung (Auflagenschwäche der Kirchenpresse), hier annähernd gegenzuhalten und Kleinstiftungen unter die Arme zu greifen. Daran ändern auch gut gemeinte, in Wirklichkeit aber kontraproduktive Bonifizierungsaktionen nichts. Regionale Initiativen (wozu gemeindenahe Stiftungen und Förderkreise rechnen) werden sich deshalb, aber auch aufgrund der stark zunehmenden Mobilität der Bevölkerung (Flexibilisierung der Arbeitswelt) und der damit schon jetzt spürbaren abnehmenden Regional- bzw. Heimatverbundenheit von Bevölkerungsteilen kaum dauerhaft profiliert am Spendenmarkt behaupten können – wenn nicht rein zufällig Großspender vor Ort, ortsansässige größere Firmen, Prominente etc., sie kraftvoll unterstützen sollten. Doch dies dürfte nur bei wenigen der vollzogenen Stiftungsgründungen der Fall sein und dann auch wieder neue Abhängigkeiten mit all ihrer Problematik schaffen. Anstatt hier Gelder in Stiftungen zu vergraben, sollte man eher Preise für Vorhaben ausloben, Aktivitäten bezuschussen und auf Fördervereine wie bei Schulen setzen.


Die Kapitalstock-Problematik

Der zugrunde liegende Gedanke ist so alt wie verführerisch, es ist der Traum jedes Privatiers: endlich ausschließlich von den Zinsen des Kapitals leben können, der Pflicht zur Arbeit enthoben sein, niemandem mehr Rechenschaft schulden. Doch es gibt ein Problem: Dieser Gedanke ist zutiefst unbiblisch, und er ist auch unrealistisch!

Stiftungen werden i.d.R. dann begründet, wenn bereits ein solides Grundkapital vorhanden ist, das seine Aufgabe sucht. Historische Beispiele dafür sind z.B. der Nobelpreis oder die VW-Stiftung. Von dieser Basis ausgehend werden dann Zustifter, Förderer und Unterstützer geworben. Doch solch komfortable Ausgangssituationen sind in der Kirche leider nicht gegeben. Im Gegenteil: Trotz anders lautender Bekundungen ist die kirchliche Finanzkrise der wahre Motor des Stiftungsbooms. Eine der Kernursachen der Finanzkrise wiederum sind aber erwiesenermaßen die Kirchenaustritte der zurückliegenden Jahre. Wie zahlreiche Umfragen belegen, haben sie ihre Ursache vor allem in der gesuchten Steuerersparnis. Es wäre unlogisch, wenn ausgerechnet diejenigen Personen, die in erster Linie aus monetären Gründen der Kirche den Rücken gekehrt haben, jetzt durch großzügige freiwillige Gaben den kirchlichen Stiftungen etc. aufhelfen würden – und ob es aus innerkirchlicher Sicht überhaupt gewünscht sein kann, sei einmal dahingestellt. Die durch Sammlungen, Aufrufe usw. in den Kirchengemeinden und -kreisen eingeworbenen Mittel, häufig einige 10 000 €, rechtfertigen bei den meisten derzeitigen kirchlichen Stiftungsgründungen eine solche nicht. Jede Evaluierung wird dies unter Beweis stellen.

Experten sehen ein Mindestkapital für sinnvolle Stiftungsgründungen, die Aufwand und Ertrag in ein angemessenes Verhältnis setzt, bei ca. 1 Mio. € Startkapital! Stiftungen im Hunderttausend-Euro-Bereich machen jedoch unverhältnismäßig viel Aufwand im Verhältnis zum Ergebnis und können die selbst gesteckten und beworbenen Ziele nur selten erreichen, was zu Frustrationen bei den (Zu-)Stiftern führen wird.

Hierzu ein Rechenbeispiel: Zur Ausfinanzierung einer vollen Pfarrstelle samt Versorgungskostenanteil (Verrechnungsbetrag für 2009: p.a. 70 900 €) ist bereits ein Kapitalstock von 1,8 Mio. € (bei optimistischer Grundannahme von vierprozentiger Verzinsung) erforderlich; dabei sind Werbungs - und Verwaltungskosten unberücksichtigt:


Durchschnittlich erforderlicher Kapitalstock für eine Pfarrstelle (ungefähre Angaben)

bei 5% Zins: 1,4 Mio. €

bei 4% Zins: 1,8 Mio. €

bei 3,5% Zins: 2,1 Mio €

bei 3% Zins: 2,4 Mio. €


Ein derartiger Kapitalstock wird von zahlreichen Neugründungen nicht annähernd und auf Jahre hin nicht erreicht Die Enttäuschung der Öffentlichkeit darüber, dass viele Kleinstiftungen ihre Ziele, für die die Kapitalien von einer Vielzahl von Spendern erbeten wurden, nicht werden erfüllen können, schmerzt die Geldgeber dann doppelt und lässt sie u.U. sogar ihre Kirchenmitgliedschaft kritisch hinterfragen, erschüttert aber in jedem Falle das Grundvertrauen in die Kirche.


Renditeabhängigkeit

Die im marktwirtschaftlichen System typische und vom Konjunkturzyklus abhängige Schwankungsbreite der Umlaufrendite (Differenz zwischen Hoch- und Niedrigzinsphasen) und damit einhergehend die schwer prognostizierbare künftige Ausschüttung einer Stiftung erschwert, ja verunmöglicht selbst bei sicherheitsorientierter Anlagepolitik und niedriger Inflation eine dauerhaft gleich bleibende und erst recht eine die Personalkostensteigerungen einkalkulierende Finanzierung von Mitarbeiterstellen. Daraus resultieren neben den finanziellen auch zahlreiche arbeits- und dienstrechtliche Fragen, auch solche den Dienstherrenstatus betreffend, die noch völlig ungeklärt sind. Was geschieht, wenn eine Stiftung ihrer Selbstverpflichtung nicht nachkommen kann oder will? Wer tritt in die Pflicht ein?

Gute Zinserträge der Vergangenheit, z.B. die Hochzinsphase in den 90er Jahren, bieten keinerlei Gewähr dafür, dass dies künftig wieder so sein wird: Die Euro-Einführung hat zu einer deutlichen Abschwächung des Zinsniveaus geführt und wird dies auch in Zukunft gewährleisten. Anziehende Inflation frisst einen Teil des Ertrages wieder auf, ein Teil der Zinsen ist in einen Werterhaltungsfonds einzustellen etc. Und bei aller Sympathie gegenüber Kapitaldeckungsverfahren gilt doch zugleich, dass auch diese keineswegs absolut krisensicher sind: Stiftungen sind nur im Erlebensfall »für die Ewigkeit«.


Verhältnismäßigkeit: Haupt- und Nebenwege

Man bedenke: Die bisher im kirchlichen Spendensektor erzielten Einnahmen erbringen ca. 3 € p.a. und Mitglied – das sind nicht einmal 2% vom durchschnittlichen Kirchensteuerbetrag (ca. 155 €) pro Person! Selbst eine – äußerst unwahrscheinliche – exorbitante Steigerung auf dem Spendensektor kann folglich die Minderung, die durch Vernachlässigung der Kirchensteuer und vollkommen überzogene Priorisierung von Fundraising entsteht, bei weitem nicht kompensieren. Also sollte tunlichst auch nicht der falsche äußere Anschein erweckt werden, man

könne so die zukünftige Kirchenfinanzierung wesentlich ausgestalten. Knappe Mittel für die wenigen überhaupt vorhandenen operativen Strategiestellen sollten darum vorrangig dort angesiedelt werden, wo die Haupteinnahmequellen gesichert werden müssten – und nicht auf Nebenwegen, die u.U. sogar die Haupteinnahmequellen unterminieren! Eine neue Dankeskultur der Kirchen muss darum die Kirchensteuer in den Vordergrund stellen. Zugleich ist der Öffentlichkeit klarzumachen, dass eine Volkskirche mit flächendeckendem Angebot unter den derzeit herrschenden Rahmenbedingungen stiftungsbasiert nicht überleben kann, sondern dass es sich bei FKB, Stiftungseinlagen, Fördervereinsbeiträgen ausschließlich um zusätzliche Gaben bzw. Einnahmen (dona superaddita) für besondere Zwecke und Aufgaben handeln kann. Die eindeutige Botschaft muss lauten: Wer über seinen Kirchensteuer-Betrag hinaus mehr geben möchte, kann und soll dies gerne tun; aber keinesfalls stattdessen!


4. Fazit

Die verfassten Kirchen sind gut beraten, sich bei der Sicherung der finanziellen Ressourcen endlich auf ihre Haupteinnahmequellen Kirchensteuer und Staatsleistungen zu konzentrieren, denn diese erbringen den Kernertrag. Mitgliederorientierung und –gewinnung, Mitsprache bei der staatlichen Steuergestaltung, zielgenauer Einsatz der Staatsleistungen heißen hier die Kernaufgaben. Auf dem Spenden- und Stiftungsmarkt müssen die Kirchen neu lernen, von ihrem Auftreten und ihren Erwartungen her nicht als typische NPOs, sondern als Organisationen sui generis zu agieren. Die zu entwickelnde Dankeskultur muss die Kirchensteuer mit einschließen, zugleich hat eine Klärung zu erfolgen, wie weit der Einfluss von Nichtmitgliedern gehen darf.

Eine Professionalisierung des kirchlichen Fundraisings ist und bleibt wichtig und zu Teilen sicherlich auch Erfolg versprechend: Das Aufkommen an freiwilligen Kirchenbeiträgen bei Projekten und auch für die kirchlichen Hilfswerke kann durchaus im Rahmen gesteigert werden – dies gilt jedoch nur, wenn es durch Personen vor Ort erfolgt, mit konkreten lokalen Projekten verbunden ist und nicht durch von außen kommende kirchliche Fundraiser durchgeführt wird. Vor übertriebenen Erwartungen ist eindringlich zu warnen.

Kritisch zu bewerten ist die Frage der vielen Regional- bzw. Gemeindestiftungen und ihrer Bonifizierung durch die Landeskirche erst recht, wenn damit Personalkosten dauerhaft geleistet werden sollen.

Es wäre aus den o.g. Gründen heraus wesentlich sinnvoller, sich innerhalb der Kirche auf wenige, aber vergleichsweise große Stiftungen zu konzentrieren, weil nur diese überregional, öffentlichkeitswirksam und effektiv wirken können. Sie können wichtige gesellschaftliche Themen und Trends aufnehmen, z.B. die Bildungsproblematik, Entwicklungsthematik, identitäts-stiftende Bauprojekte etc., und damit im Verbund mit den Landeskirchen deren Agenda unterstützen. Diese NPOs resp. Stiftungen können dann je nach aktueller Finanzlage ihre Mittelzusagen drosseln oder ausweiten, ohne gleich quasi inaktiv zu werden, auf aktuelle Entwicklungen kompetent reagieren, zwischen Bau- und Personalmitteln umschichten usw.

Eine weitgehende Aufsplitterung des Stiftungs- und Fördervereinswesens auf Kirchenkreis- und Gemeindeebene, wie derzeit zu beobachten und durch Fundraiser vehement forciert, wird aus den vorgenannten Gründen nicht zu den avisierten Zielen führen: Ein solches Vorgehen bindet vergleichsweise viele Kräfte und Mittel (man denke nur an die neu geschaffenen Fundraiser-Stellen), kann nicht gebündelt agieren, ist in viel zu hohem Maße personenabhängig und nicht sachgemäß. Sie schürt verständliche Hoffnungen unter den Kirchengliedern, die sich allerdings nicht werden erfüllen lassen, und ein gerade für die Kirche hochexplosives Glaubwürdigkeitsdefizit entsteht. Deshalb wird man in Abwandlung des berühmten Zitats des Publizisten Johannes Groß abschließend sagen dürfen: die evangelische Kirche wird auch in 50 Jahren noch steuer- oder aber dann beitragsfinanzierte Kirche sein – oder sie wird nicht mehr sein!
  

 


Literatur:

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Dies. u. a (Hgg.). Geben, Schenken, Stiften – theologische und philosophische Perspektiven, Lit-Verlag

Brandy, Hans Christian, Die Kirche und ihr Geld – eine theologische Perspektive, in: In Freiheit verbunden, 50 Jahre Loccumer Vertrag, Hg. Konföderation ev. Kirchen in Niedersachsen, S. 109-117, Hannover 2005

Dt. Spendenmonitor 2007, ders., Bielefeld 2007

Fundraising-Akademie (Hg.), Fundraising. Handbuch für Grundlagen, Strategien und Instrumente. Wiesbaden 2006

Herborg, Helmut, Kirche und ihre Finanzierung, in: In Freiheit verbunden, (s.o.), S. 119-126

Martin, Karl (Hg.), Abschied von der Kirchensteuer, Oberursel 2002

Nüchtern, Michael, Wenn Kirche stiften geht…, DPfBl 1/2006, S. 3-5

Petersen, Jens, Kirchensteuer in der Diskussion, Hannover 1995

Rullkötter, Stefan, Deutschland geht stiften, in: EURO 07/2008, S. 128.132

Timmer, Carsten, Stiften in Deutschland, Gütersloh 2005

Urselmann, Michael, Fundraising – professionelle Mittelbeschaffung für Nonprofit-Organisationen, Bern/Stuttgart/Wien 2007

ders., Erfolgsfaktoren im Fundraising von Nonprofit-Organisationen, Wiesbaden 1998 

  


Ein Beitrag von Pfr. Andreas Dreyer. Dieser Artikel ist eine vom Autor leicht redaktionell veränderte Version eines Beitrags im Deutschen Pfarrerblatt - Heft: 9/2008.


Informationen zum Deutschen Pfarrerblatt finden Sie auf der Webseite des Verbandes der Vereine evangelischer Pfarrerinnen- und Pfarrer in Deutschland e.V. unter: www.pfarrverband.de

  

Der Autor Andreas Dreyer, Jahrgang 1962, ist seit 1991 Pastor in der hannoverschen Landeskirche und Mitglied im Pastorenausschuss der hannoverschen Landeskirche. Seit 2006 gehört er dem Pfarrvereinsvorstand an, seit 1998 schon arbeitet er im Pastorenausschuss der Landeskirche mit. Am 29. September hat ihn die Sprecherinnen- und Sprecher-Versammlung des Hannoverschen Pfarrvereins einstimmig zum neuen Vorsitzenden gewählt [zur Meldung...]. In seinem Kirchenkreis hat Pastor Dreyer das Amt des 2. stellvertretenden Superintendenten und des Öffentlichkeits-Beauftragten inne, darüber hinaus ist er langjähriges Mitglied im Finanzausschuss.