Jan Hermelink, Thorsten Latzel (Hrsg.)
Kirche empirisch
Ein Werkbuch
Eine praxisorientierte Erschließung der kirchlichen Verhältnisse. Für die kirchliche Arbeit in Aus- und Fortbildung, in Pfarrkonventen und Kirchenvorständen sowie für strategische Überlegungen. Dieses Werkbuch will die vorliegenden empirischen Daten und Untersuchungen zur sozialen Wirklichkeit der evangelischen Kirchen in Deutschland nutzbar machen für die kirchliche Aus- und Fortbildung, für die Arbeit in Pfarrkonventen und Kirchenvorständen sowie für strategische Überlegungen. Auf diese Weise unterstützt es die innerkirchlichen Reformprozesse. Hierfür werden vielfältige Materialien zur Verfügung gestellt: u.a. diverse statistische Daten der EKD sowie der Landeskirchen, Umfragen zur Kirchenmitgliedschaft, empirische Untersuchungen und Einzelstudien. In drei großen Kapiteln werden die Rahmenbedingungen kirchlichen Lebens, die kirchlichen Handlungsfelder und die kirchliche Mitarbeit beleuchtet. Die Daten werden aufbereitet, in ihrer Aussagekraft reflektiert und sowohl in die kirchliche wie auch in die praktisch-theologische Diskussion eingeordnet. Eine CD-Rom mit präsentationsfähigen Graphiken erlaubt einen schnellen praktischen Einsatz. Dieses Buch erscheint im Juli 2008 im Gütersloher Verlagshaus.

Petra-Angela Ahrens, Gerhard Wegner
Hier ist nicht Jude noch Grieche, hier ist
nicht Sklave noch Freier
Erkundungen der Affinität sozialer Milieus zu Kirche und Religion in der
Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers
Kirche braucht mehr als nur Milieuausrichtung - das ist die zentrale Aussage der im Juni 2008 veröffentlichten Studie des Sozialwissenschaftlichen Instituts der EKD (SI). Leere Kirchenbänke und geringe Zahlen von aktiven Teilnehmern im Gemeindeleben lassen die Frage danach, wie Kirche Menschen begeistern kann, aktuell bleiben. In den vergangenen Jahren wurde versucht, mit milieubezogenen Gottesdiensten, etwa Jazz - oder Theatergottesdienstes wieder mehr Menschen für den Gottesdienst und kirchliche Angebote zu gewinnen. Die neue Studie zeigt Möglichkeiten, aber auch die Grenzen dieser Ausrichtung. Der wichtigste Faktor bleibt unabhängig von milieubezogenen Aspekten, wie zum Beispiel Musikgeschmack, individuelle Lebenssituation und -orientierung, die persönliche Haltung zum christlichen Glauben. Es ist also möglich, über die atmosphärische Gestaltung von kirchlichen Veranstaltungen Menschen zu gewinnen, die sonst kaum im Gemeindeleben anzutreffen sind. Voraussetzung für die Teilnahme bleibt jedoch, dass sie eine positive Haltung zum christlichen Glauben mitbringen. Das Buch zur Studie ist im Juni 2008 erschienen und kann über das SI der EKD bezogen werden: Sozialwissenschaftliches Instituts der EKD.
Michael Herbst
Wachsende Kirche
Wie Gemeinde den Weg zu postmodernen Menschen finden kann
Gemeinde Jesu soll nach Gottes Verheißungen wachsen: sowohl an Zahl als auch in ihrem Glauben, ihrer Liebe und ihrer Hoffnung. Also könnte man im Blick auf die Zukunft eigentlich bester Dinge sein. Doch die Realität sieht anders aus. Kirchen schrumpfen, Gottesdienstbesuch nimmt an vielen Orten ab; Kirchengebäude werden geschlossen und zum Verkauf angeboten. Christlicher Glaube muss sich auf dem Markt religiöser Optionen behaupten. Gemeinden müssen heute neue Wege gehen, um ihre zeitgenossen zu erreichen. Michael Herbst zeigt, wie durch Abschied von Überkommenem auf der einen Seite und einem mutigen Aufbau auf der anderen Seite Gemeinden wieder auf Wachstumskurs kommen. Er nimmt uns mit hinein in einen Prozess geistlichen Entdeckens und zeigt Wege, wie in einer postmodernen Gesellschaft Menschen in ihrer Lebenswelt erreicht werden können. Der vorliegende Band bildet den Auftakt einer Buchreihe zum Thema WACHSENDE KIRCHE. WACHSENDE KIRCHE ist gleichzeitig Name und Programm eines Projekts der Evangelischen Landeskirche in Württemberg. Das Buch ist im April 2008 erschienen im Brunnen-Verlag.
Claus Dieter Classen, Johannes Zimmermann (Hrsg.)
Kirchenmitgliedschaft
Zugehörigkeit(en) zur Kirche im Wandel
Mit dem gesellschaftlichen und kirchlichen Wandel haben sich auch Zugehörigkeiten und Zugänge zur Kirche verändert. Die Beiträge dieses Bandes stellen diese Veränderungen dar, analysieren sie und fragen nach den damit verbundenen Herausforderungen. Kirchenmitgliedschaft ist durch die Taufe begründet. Angesichts einer hohen Zahl von Konfessionslosen und Ausgetretenen stellen sich gleichwohl neue Fragen: Wie können die individuell sehr unterschiedlichen Zugangswege zu Glauben und Kirche gestaltet und begleitet werden - seelsorglich hilfreich und zugleich theologisch und kirchenrechtlich verantwortlich? Wie könnte etwa der altkirchliche Status des Katechumenen gegenwärtig aussehen? Ist eine von der Mitgliedschaft durch Taufe unterschiedene „Fördermitgliedschaft“ denkbar? Wie lässt sich Kirchenmitgliedschaft bei nichtparochialen Gemeindeformen denken? Wie ist Ausgetretenen angemessen zu begegnen, wenn sie erneut Interesse an der Kirche zeigen? Die drei Teile dieses Bandes enthalten die Vorträge eines Symposiums, das von der Theologischen Fakultät und dem Institut zur Erforschung von Evangelisation und Gemeindeentwicklung (IEEG) zusammen mit der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald im Juni 2007 in Greifswald veranstaltet wurde. Der erste Teil behandelt den ökumenischen und internationalen Horizont - (staats-)kirchlichenrechtliche Überlegungen und die Frage nach Veränderungsbedarf. Im zweiten Teil sind Grundsatzreferate zur Kirchenmitgliedschaft in theologischer, juristischer und soziologischer Perspektive zusammengestellt und im 3. Teil werden Praktisch-theologische Konsequenzen aufgezeigt. Das Buch ist 2008 erschienen in der Neukirchener Verlagsgesellschaft.
Wilfried Härle (Hrsg.)
Wachsen gegen den Trend
Analysen von Gemeinden, mit denen es aufwärts geht
Es gibt in Deutschland tatsächlich wachsende evangelische Kirchengemeinden. Und es sollen noch viele mehr werden. Aus diesem Grunde hat der bekannte Heidelberger Systematiker Wilfried Härle ein Projekt initiiert, das deutschlandweit untersucht hat, welche Gemeinden warum wachsen. Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) hat diese aufwändige, aber spannende Studie finanziell abgesichert. Die Analysen solcher Gemeinden, mit denen es aufwärts geht, belegen nicht nur das Gemeindewachstum mit detaillierten Zahlen, sondern geben auch auf die Frage Antwort, wodurch solches Wachstum ausgelöst wurde und wie es sich entwickelt hat. Die Vielfalt und Genauigkeit dieser Ergebnisse kann für Gemeinden, die ebenfalls wachsen möchten, wichtige Anregungen bieten und als als Arbeitsmaterial für Kirchenvorstände dienen. Weitere Informationen bei der Evangelischen Verlagsgesellschaft Leipzig.
Claudia Schulz, Eberhard Hauschildt, Eike Kohler
Milieus praktisch
Analyse- und Planungshilfen für Kirche und Gemeinde
Durch die "Zauberbrille" der Milieuperspektive lassen sich in der Masse der Gemeinde einzelne Menschen mit ihren Bedürfnissen und Vorlieben erkennen. Die besondere Perspektive kann Gemeinde und Kirche verändern. Die Milieuperspektive ist wie eine Zauberbrille. Zauberhaft ist sie, weil sie dabei hilft zu entdecken, was vorher unsichtbar war. Trotzdem kann man auch mit ihrer Hilfe nicht alles wahrnehmen. Aber die Milieuperspektive eignet sich ganz vorzüglich, wenn man kirchliche Arbeit analysiert oder plant, weil sie dann hilft, Konturen zu erkennen. Sie ist ein Instrument, nicht mehr und nicht weniger. Zu erwarten sind keine Patentlösungen. Aber wer sich dieses Instruments bedient, löst weitere Veränderungen aus: Die neue Perspektive wird das eigene Planen und damit die Gemeinde verändern - und damit auch die Kirche. Kirchliche Praxis zeigt sich in den Gottesdiensten und anderen Zugängen zum Glauben, in der Medienarbeit, der Werbung, dem Ehrenamt und dem Wunsch nach Beteiligung in der Kirche. Durch die Milieuperspektive lassen sich in der Masse der Gemeinde einzelne Menschen und ihre Bedürfnisse, ihre Gewohnheiten und Vorlieben erkennen. Diese Erkenntnisse können der Organisation kirchlicher Arbeit nützlich sein. Die Kirche will Menschen für das Reich Gottes, also für eine bessere Möglichkeit zu leben, gewinnen. Dazu muss sie die Menschen dort abholen, wo sie stehen. Dies ist unter anderem durch die Milieuperspektive möglich. Doch die vielfältigen Glaubensstile in den Milieus sind nicht nur eine kirchenpraktische, sondern auch eine theologische Herausforderung. Diese Zauberbrille kann die Theologie verändern und bereichern. Das Buch ist 2008 erschienen im Verlag Vandenhoeck & Ruprecht.
Annegret Freund, Udo Hahn (Hrgs.)
Kirche im Umbau
Aspekte von Gemeindeentwicklung
Gemeindeentwicklung ist ein lebendiger Prozess. Viele sind an ihm mit beteiligt. Gemeindeglieder und Kirchenvorstände, Kirchenleitungen und Synoden wirken auf ihn ein: Mit ihren Erwartungen und auch Befürchtungen, mit ihren Beschlüssen und Willensbildungen. Die leitenden inneren Bilder, wie Gemeinde heute und morgen sein soll, sind dabei durchaus unterschiedlich. Gemeinsamkeiten müssen oft erst gesucht und gestaltet werden, und bleibende Differenzen brauchen ihren Raum. Darum ist Verständigung untereinander nötig. Das Gemeindekolleg der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) ist ein Ort, der diesem Nachdenken Raum gibt. Zwei Symposien widmeten sich Fragen von Gemeindeentwicklung. Die wegweisenden Texte aus diesen Veranstaltungen – u.a. von Wolfgang Ratzmann, Ralph Kunz, Thorsten Latzel, Jan Hermelink, Paul M. Zulehner und Robert Leicht – sind in diesem Band zusammengefasst: Kirche im Umbau. VELKD.
Deine Gemeinde komme
Wachstum nach Gottes Verheißungen
Leere Kirchenbänke, frustrierte Mitarbeiter, ausgebrannte Pfarrer und Pastoren. Professor Michael Herbst zeigt in diesem herausfordernden Buch, wie aus einer eingeschlafenen Gemeinde eine Gemeinde wird, in der viele Menschen zum lebendigen Glauben an Jesus Christus finden. Geistliche Leiterschaft, lebendige herzliche Gemeinschaft und missionarischer Gemeindebau sind seine zentralen Themen. Der Autor ist seit 1996 Professor für Praktische Theologie in Greifswald und ist gemeinsam mit Prof. Dr. Jörg Ohlemacher Direktor des Instituts zur Erforschung von Evangelisation und Gemeindeentwicklung (IEEG). Zudem ist Prof. Michael Herbst Mitinitiator des bekannten missionarischen Projekts GreifBar. In seinen Vorträgen und Veröffentlichungen zeigt sich ein starkes Interesse an der Weiterentwicklung der Volkskirche zu einer missionarischen Volkskirche. Die Chancen der Ortsgemeinde werden dabei ebenso in den Blick genommen wie neue Ausdrucksformen kirchlichen Lebens. Dieses Buch ist 2007 erschienen im Hänssler-Verlag.
Jens Beckmann
Wohin steuert die
Kirche?
Die evangelischen Landeskirchen zwischen Ekklesiologie
und Ökonomie
Hoher wirtschaftlicher Druck herrscht in den evangelischen Landeskirchen und erzwingt Reaktionen. Doch wie soll Kirchenreform aussehen? Reformideen aus der Vergangenheit sind ebenso einflussreich wie der Blick auf gesellschaftliche und kircheninterne Entwicklungen. Viele Reformansätze speisen sich aus der Betriebswirtschaft. Das Buch untersucht kirchliche Selbstbeschreibungen aus den evangelischen Landeskirchen, stellt die gegenwärtige Reformdiskussion dar und analysiert sie. Es leistet so einen praktischen Beitrag für die Umsetzung der Reformvorhaben. Kirchenreform muss im Verhältnis von Kirche und Welt, Kirche und Gesellschaft bestimmt werden. Dazu dienen theologische Positionen, die kirchliches Handeln auf der Grenze von Dogmatik und Ethik ansiedeln. Der abschließende Vorschlag, die Kirche als "corporate citizen" zu verstehen, wirft ein neues Licht auf kirchliches Handeln. Das Buch ist 2007 erschienen im Verlag Kohlhammer.
Bernd Halfar, Andrea Borger unter Mitarbeit von Annette Schuck
Kirchenmanagement
Die großen christlichen Kirchen in Deutschland müssen derzeit viele Umbrüche bewältigen. Die These dieses Buches ist, dass sie dabei strategischer, experimenteller und unternehmerischer werden sollten. Auf allen Ebenen sollten die verantwortlichen Akteure einen jeweils eigenen Weg zu klarer Schwerpunktsetzung finden, indem sie die Vielzahl von Möglichkeiten kirchlicher Arbeit bewusst reduzieren und qualitativ zuspitzen. Dafür wird das praxiserprobte Modell der „Balanced Church Card“ im Detail für die Ebene von Gemeinde und Einrichtung wie für die regionale Ebene dargestellt. Die Autoren reflektieren zuvor eingehend die begrenzte Funktion eines betriebswirtschaftlich orientierten Modells für die Steuerung kirchlicher Entwicklung: Was löst es aus? Wo und wie hilft es? Auf welche Eigenheiten kirchlicher „Betriebskultur“ macht es aufmerksam? Wie unterscheidet es sich von bisherigen Modellen kirchlicher Leitung und Organisationsentwicklung? Die methodischen Ansätze folgen der Idee, sich auf die Bereiche kirchlicher Arbeit effektiv zu konzentrieren, die für die Kirchenmitglieder heute besonders wichtig und produktiv sind. Das Buch ist 2007 erschienen im Verlag Nomos.
Susanne Reuter (Hrsg.)
Erbschaftsfundraising
Mit Herzblut und Fingerspitzengefühl
Ein Handbuch, das ethisch-moralische Orientierung auf dem heiklen Gebiet des kirchlichen Erbschaftsfundraisings bietet. Fünf Theologen, die auf eigene praktische Erfahrungen zurückgreifen, entwickeln Elemente einer Theologie des Erbschaftsfundraisings. Darüber hinaus hilft Erbschaftsfundraising bei den strategischen Planungen einer Non-Profit-Organisation, bei der Analyse ihrer Stärken und Schwächen, der Chancen und Risiken oder bei der Stakeholder-Analyse. Neben Theologen kommen Fundraisingprofis aus kirchlichen und nichtkirchlichen Nonprofit-Organisationen zu Wort. Weitere Informationen beim medienverband der Ev. Kirche im Rheinland.

Roswita Königswieser / Martin Hillebrand
Einführung in die systemische Organisationsberatung
Das Buch vermittelt fundiert und praxisbezogen die Grundlagen der systemischen Organisationsberatung. Die Autoren gehen zunächst auf die Wurzeln, das Weltbild und das Organisationsverständnis der systemischen Organisations- beratung ein, bevor sie deren besondere Haltung gegenüber dem zu beratenden System beschreiben. In weiteren Kapiteln werden die grundlegenden Techniken – Fragen, Beobachtungs- kategorien, Hypothesen, Reflexion und Feedback – dargestellt. Anhand von anschaulichen Praxisbeispielen aus mittelständischen und Großunternehmen werden Architektur, Design und Interventionstechniken dieser Beratungsform demonstriert. Im Schlusskapitel vermitteln die Autoren Einblick in aktuelle Trends und Entwicklungen der Management- und Prozessberatung. Dieses Buch ist 2007 in dritter, überarbeteter Auflage erschienen. Weitere Informationen und Rezensionen beim Carl-Auer Verlag.
Uta Pohl-Patalong (Hrsg.)
Kirchliche Strukturen im Plural
Analysen, Visionen und Modelle aus der Praxis
Wie kann sich die Kirche zukünftig so organisieren, dass sie ihren Auftrag erfüllt, ausstrahlungskräftige Arbeit leistet und dies mit deutlich weniger finanziellen Mitteln als bisher? Diese Frage wird gegenwärtig in allen Kirchen diskutiert. Das Buch versammelt aktuelle Konzeptionen, wie die Kirche künftig aussehen könnte und stellt Modelle vor, die bereits in der Praxis erprobt sind. Es bietet damit einen Überblick über wichtige Positionen und Ideen und eine wertvolle Hilfestellung für alle, die sich für die Zukunft der Kirche engagieren. Weitere Informationen zum Band 4 der Reihe "Lernort Gemeinde" beim EB-Verlag.
Frisch renoviert!
Aus der Praxis der Gemeindeberatung
Es geht nicht um Betonpfeiler und Stahlträger. Es geht um Menschen. Wenn der Gemeinde-Bau stockt, ist Hilfe von außen nötig. Der Gemeindeberater Johannes Stockmayer bietet keine Patentrezepte; aber er gibt wertvolle Tipps: von der Bibel her und aus eigener Erfahrung. Letztlich ist Christus selbst der Bauherr der Gemeinde. Ein Buch für alle, die sich für Gemeinde interessieren, mehr über Gemeinde wissen wollen und sich danach sehnen, dass immer mehr Gemeinden zu Häusern nach Gottes wunderbarem Bauplan werden. Das Buch ist 2007 erschienen im Hänssler-Verlag.
Hartmut Bärend, Ulrich Laepple (Hrsg.)
Dein ist die Kraft – Für eine wachsende Kirche
Grundlagen – Perspektiven – Ideen
Dokumentation zum 4. AMD-Kongress in LeipzigDer Theologenkongress in Leipzig mit seinen fast 900 Teilnehmenden hat ein Signal für einen missionarischen Aufbruch in den evangelischen Kirchen in Deutschland gesetzt. Er hat sich als bedeutendes Forum für missionarische Ermutigungen im Blick auf die Kirche von morgen erwiesen. Persönlichkeiten aus Kirchenleitung, Wissenschaft, politischer Öffentlichkeit sowie Gemeindepraxis setzten wegweisende Akzente. Aktuelle Themen wie "Unerreichte erreichen", die Suche nach einer "Kirchengestalt der Zukunft", sowie gemeindliche Bausteine ("missionarischer Konfirmandenunterricht", "Glaubenskurse" oder "Gottesdienste für Suchende") öffnen den Blick für eine missionarische Kirche. Grundlegende Beiträge, spannende Perspektiven und aufregende Ideen liegen für alle bereit, die daran mitwirken wollen, dass unsere Kirche wächst und zukunftsfähig wird. Mehr Infos bei der Evangelischen Verlagsanstalt Leipzig.
Klaus Neumeier
Kirche 2030
Die Ortsgemeinde als Chance für die Zukunft des Glaubens
Wie sieht sie aus: die Kirche im Jahr 2030? Klaus Neumeier ist sich ganz sicher: Die Ortsgemeinde ist die Zukunft der Kirche. Aber nicht die Ortsgemeinde, wie wir sie heute kennen, sondern eine neue, inspirierende Form lebendiger Glaubensgemeinschaft- en, die nah an den Menschen sind und dadurch zu einladenden, geistlichen Zentren werden. Mit viel Sachverstand, Erfahrung und Leidenschaft zeigt der innovative Theologe die aktuellen Probleme von Gemeinden auf und entwickelt äußerst anregende und sehr praktische Schritte, die der Kirche den Weg in die Gesellschaft der Postmoderne weisen. Ein Lichtblick in der aktuellen Diskussion um die Zukunft der Kirche. Weitere Informationen zum Buch und Staffelpreis beim C & P Verlag.
Eine Rezension von Lutz Rosenkranz: Die Ortsgemeinde ist die Zukunft der Kirche!
Artikel im Deutsches Pfarrerblatt - Heft 12/2006:
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Hansjörg und Wolfgang Hemminger
Wachsen mit weniger
Konzepte für die Evangelische Kirche von morgen
Die Evangelische Kirche wird gern totgeredet. Doch sie ist mit Abstand die mitgliederstärkste Organisation in Deutschland. Ihre Filialen sind überall anzutreffen. Aber ihr Ruf hat immens gelitten. Die Autoren analysieren hier nicht nur die Schwächen der evangelischen Kirche. Ihr Hauptaugenmerk ist auf eine machbare Umgestaltung gerichtet – im Kleinen wie im Großen. Denn wenn Kirche nicht in Bewegung bleibt, wird das geschehen, was ihr viele Außenstehende nachsagen: Sie wird schrumpfen und an Bedeutung verlieren. Aber wenn sich die Evangelische Kirche auf ihre Stärken besinnt, wird sie wachsen mit weniger. Dieses Buch ist 2006 erschienen im Brunnen Verlag.
Wolfgang Lück
Die Zukunft der Kirche
Evangelische Gemeinden im 21. Jahrhundert
Wie sieht der Protestantismus des 21. Jahrhundert aus? Wenn Amtskirche und Kirchengemeinden noch binden und begeistern wollen, müssen sie stärker als bisher zu den Menschen, zu ihren Mitgliedern finden, zu deren Glauben, deren Interessen und mit ihnen kommunizieren und ihnen Raum geben wollen. Der Autor, der selbst über langjährige Erfahrungen in der kirchlichen Praxis verfügt, zeichnet ein Bild der gegenwärtigen und zukünftigen Herausforderungen für die evangelischen Kirchen. Weitere Informationen bei der WBG Darmstadt.
Eine Rezension von Prof. Wolfgang Nethöfel: Rezension über Lück, Wolfgang, Die Zukunft der Kirche. Evangelische Gemeinden im 21. Jahrhundert, Darmstadt 2006 (Rez.), in: ThLZ 132, 2007/9, Sp. 1005f.
Peter Böhlemann
Wie die Kirche wachsen kann und was sie davon abhält
Peter Böhlemann zeigt auf, wie Kirche auch in schwierigen Zeiten wachsen kann. Er lässt in seinem Buch keinen Zweifel daran, dass Kirche wachsen kann und soll. Doch wie lässt sich in Zeiten von Mitgliederschwund, Finanzknappheit und Selbstmarginalisierung an eine Kirche glauben, die trotz ausreichendem Handlungsdruck gelähmt auf die Schlange der sinkenden Einnahmen starrt? Dabei gibt es beispielsweise in der anglikanischen Kirche, der es materiell viel schlechter geht als den meisten deutschen Kirchen, Mut machende Erfahrungen von wachsenden Gemeinden und inspirierenden Gemeindepflanzungen. Auch im Land der Reformation ist der Paradigmenwechsel in der Kirche lange angemahnt und überfällig. Der Autor nennt zwölf Prinzipien, die kennzeichnend für wachsende Gemeinden sind. Dabei reicht das Spektrum von »Von der Vision ergriffen sein« über »Geistliche Leitung« und »Die Kultur des Evangeliums« bis hin zu »Armut als Herausforderung«. Anschließend folgen sieben Faktoren, die gemeindliches Wachstum verhindern, wie etwa »Kirche als Behörde«, »Streit ums Geld statt Prioritätensetzung« oder »Konkurrenz statt Kollegialität«. Die Lektüre dieses Buches macht Mut zu Veränderungen in der Kirche. Dieses Buch ist 2006 erschienen bei Vandenhoeck & Ruprecht.
Uta Pohl-Patalong
Von der Ortskirche zu kirchlichen Orten
Ein Zukunftsmodell
Die Kirche ist in der Krise – inhaltlich und finanziell. Wie kann die Gestalt von Kirche in Zukunft aussehen, so dass mit weniger Geld eine ausstrahlungskräftige Arbeit geleistet wird? Hinderlich für eine Lösung ist die eingefahrene Konkurrenz zwischen Ortsgemeinde und übergemeindlichen Einrichtungen. Uta Pohl-Patalong wagt den genaueren Blick auf diesen Konflikt und zeigt dabei auf, dass seine Bearbeitung für die Frage nach der Zukunft der Kirche wegweisend sein könnte. Nach einem historischen Überblick, der zeigt, dass die Konkurrenz zwischen Ortsgemeinde und übergemeindlichen Arbeitsformen nicht so neu ist, wie es scheint, sondern sich durch die gesamte Geschichte des Christentums hindurchzieht, stellt die Autorin beide Arbeitsformen mit ihren jeweiligen Stärken und Schwächen nebeneinander. Zukunftweisend ist es, die Stärken der Ortsgemeinde und die Stärken von übergemeindlichen Einrichtungen in einem Modell zu vereinigen. Dieses Modell, das Pohl-Patalong als Modell der kirchlichen Orte bezeichnet, ist ein ebenso konstruktiver wie notwendiger Vorschlag zukünftiger Gestaltung der Kirche. Dieses Buch ist 2006 in einer zweiten, überarbeiteten und erweiterte Auflage erschienen bei Vandenhoeck & Ruprecht.
H. Asselmeyer, J. Hermelink, B. Klostermeier, E. Marahrens u.a. (Hgg.)
Lernende Organisation Kirche
Erkundungen zu Kirchenkreisreformen
In den evangelischen Landeskirchen vollzieht sich gegenwärtig ein ganz erheblicher Strukturwandel: Kirchenkreise werden zu größeren Einheiten zusammengelegt, Gemeindegrenzen neu gezogen, Regionen gebildet und Kompetenzen verlagert. Veränderungen dieser Art können gezielt entwickelt und als Prozess sorgsam gesteuert werden. Dazu brauchen die Beteiligten entsprechendes Wissen und die Möglichkeit, gemeinsam und von anderen zu lernen, Erfahrungen auszuwerten und kritisch zu überprüfen. Dieses Buch der Projektgruppe "Lernende Organisation Kirche" will dazu einen Beitrag leisten, indem es Reformprozesse von Kirchenkreisen aus der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers dokumentiert und reflektiert. Lernerfahrungen und Lernergebnisse, die bei „Besuchen auf Augenhöhe“ gewonnen und entwickelt wurden, werden so anderen zur Verfügung gestellt. Dieses Buch ist bereits in zweiter Auflage erschienen bei der Evangelischen Verlagsgesellschaft Leipzig.
Paul M. Zulehner
Kirche umbauen - nicht totsparen
Die Kirchen erleiden eine tief greifende Umbaukrise. Es fehlt an Priestern und an Geld. Mit Hilfe teuer angekaufter betriebswirtschaftlicher Intelligenz wird der Kirchenbetrieb heruntergefahren und ökonomisiert, ohne nach zukunftsfähigen Modellen Ausschau zu halten.
In seinem Buch plädiert Paul Michael Zulehner dafür, die Krise als Chance zu begreifen. Er wagt einen neuen, visionären Blick auf die derzeitige Situation und beschreibt Ansatzpunkte, wie Strukturen so verändert werden können, dass nicht nur der Untergang verwaltet, sondern der Übergang gestaltet wird.
Dieses Buch ist 2005 bereits in zweiter Auflage erschienen im Schwabenverlag.
Friederike von Kirchbach (Hg.)
Kirche 2025
Entwürfe für die Zukunft
Wie wird die evangelische Kirche 2025 aussehen - in Berlin, im Osten der Republik? Wird sie die Menschen einladen? Was geschieht in ihren Räumen, wie sehen ihre Gottesdienste aus? Wie soll die Kirche sein, damit hier möglichst viele eine Heimat finden? Eine vielbeachtete Artikelserie der Wochenzeitung "die Kirche" hat darauf eine Fülle von Anregungen und Überlegungen gebracht. Friederike von Kirchbach, ehemals Generalsekretärin des Evangelischen Kirchentages und jetzt Pröpstin der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische
Oberlausitz und Mitglied im Kuratorium der Berliner Stadtmission, hat diese Beiträge gesichtet und weitere Autorinnen und Autoren um ihr Plädoyer für eine Kirche der Zukunft gebeten. Dieses Buch ist
in 1. Auflage 2004 erschienen im Wichern-Verlag.
Friedhelm Schneider
Kirchliches Immobilienmanagement
Zukunftsweisender Umgang mit kirchlichen Gebäuden
Veränderung und Umbruch prägen Kirchen und Gemeinden in der Stadt, aber zunehmend auch auf dem Land. Der Kampf um die Verteilung abnehmender Mittel hat eingesetzt und die Kirchengemeinden erreicht: Einschnitte in Personal- und Sachhaushalte sind bereits vollzogen. Die Bauunterhaltung wird angesichts wachsender Eigenanteile an der Finanzierung und schrumpfender Rücklagen immer mühsamer. Wird die Ressource Gebäude zur Last? Durch die Finanzkrise ist in der Kirche ein Veränderungsprozess in Gang gekommen, von dem der überwiegend autonome Immobilienbereich zunächst weitgehend ausgespart war. Kommunale Beispiele belegen, dass der Immobilienbereich durch ein immobilienwirtschaftliches Management einen nicht unbeträchtlichen Beitrag zur Haushaltsentlastung leisten kann. Dorthin führt letztlich nur ein Weg: der partielle Wissensmonopole auflösende Weg der Transparenz. Transparenz schafft ein kennzifferngestütztes und damit am Kriterium der Wirtschaftlichkeit ausgerichtetes Controllingsystem, dessen Leistungsfähigkeit durch die Ableitung aus dem kirchlichen Zielsystem und zusätzliche Orientierung an den Wirkungen garantiert und optimiert wird. Das Buch ist 2004 im Verlag Das Beispiel GmbH erschienen: Kirchliches Immobilienmanagement.
Buchbesprechungen von Hartmut Schmidt (epd), Uta Pohl-Patalong (Lernort Gemeinde, 2/2006) und Hans-Joachim Güttler (gb-intern, Herbst 2005) unter: www.k-im.net/01Buch1.html.
Paul M. Zulehner
Aufbrechen oder untergehen
So geht Kirchenentwicklung
Der Weg aus der Kirchenkrise führt nicht nur über die "großen" Entscheidungen aus Rom, sondern geht auch und gerade über die regionalen Entwicklungen. Durch sie kann Kirche wieder zu einem Ort der authentischen Gotteserfahrung in lebendigen Gemeinden werden. Der Passauer Pastoralplan will die Grundforderungen des Evangeliums mit Hilfe der modernen Organisationswissenschaft umsetzen.
Am Beispiel des Passauer Pastoralplans zeigt der Autor, wie professionelle Aus- und Weiterbildung, Ermutigung der Laien, Vernetzung der Verbände und das Grundprinzip der Subsidiarität nicht nur helfen können, einen bestehenden Mangel an Geld oder Priestern zu verwalten, sondern das Leben in der Kirche kreativ nach dem Evangelium zu gestalten.
Das Buch ist 2003 im Schwabenverlag
erschienen.
Es ist eine alte Erfahrung: Zu bleiben wie man ist, erfordert oft mehr Energie als das Wagnis der Veränderung. Kirchen, Caritas und Diakonie müssen den sich ändernden ökonomischen, juristischen wie gesellschaftspolitischen Rahmenbedingungen Rechnung tragen - sie müssen sich verändern und entwickeln. Organisationsentwicklung wird zu einer Überlebensstrategie der Kirchen und Verbände. Der siebte Band der Reihe ",Palliative Care und Organisationsethik", aus dem Universitätsinstitut für interdisziplinäre Forschung und Fortbildung (IFF) in Wien) will keine Reflexion der sogenannten Kirchenkrise anstellen, sondern Spuren aufnehmen, die aus der Krise heraus führen. Der Buchtitel ",OrganisationsEthik", signalisiert dabei die wertebasierte Zuspitzung der Organisationsentwicklung in Kirchen, Caritas und Diakonie. Es zeigt Wege auf, die über die materielle und ökonomische Überlebens- und Handlungsfähigkeit hinaus auf die organisationale Rekonstruktion der Glaubwürdigkeit kirchlicher Organisationen weisen. Die 1. Auflage (522 Seiten) ist 2003 im Lambertus Verlag erschienen.
Eine Rezension von Markus Classen (Sinn meets Management) auf MWonline.
Bernd Jochen Hilberath, Bernhard Nitsche (Hgg.)
Ist Kirche planbar?
Organisationsentwicklung und Theologie in Interaktion
Neue gesellschaftliche Situationen, knappe Finanzen und veränderte personelle Bedingungen werfen Fragen nach einer angemessenen pastoralen Planung, Fragen nach der Zukunft von Gemeinde, nach der Gestalt von Kirche und der Gestaltung seelsorglich-pastoraler Angebote auf. Das Buch fragt aus unterschiedlichen Blickrichtungen nach den grundlegenden Möglichkeiten, konkreten Verfahren, theologischen Urteilskriterien, kirchlichen Leitbildern und realen Grenzen pastoraler Planung. Das Buch wendet sich an die Menschen in den Kirchen, die mit pastoraler Planung in Gemeinde, Bezirk und Diözese beschäftigt oder von ihr betroffen sind. Im Kontext von Unternehmen ist es selbstverständlich geworden, Bedingungen und Möglichkeiten, unter denen Unternehmen weiterentwickelt werden können, offen zu legen und zukunftsorientiert zu gestalten. Für den Bereich der Kirchen stößt eine solche Betrachtungsweise auf Vorbehalte unterschiedlicher Art. Diese Diskussion wird aufgenommen und praxisorientiert weitergeführt. Im ersten Teil wird nach Individualisierung und Professionalisierung in einer Kirche als sozialem Netzwerk gefragt, Möglichkeit und Grenze systemischer Planbarkeit erkundet, das Beispiel eines gemeindlichen Planungsprozesses vorgestellt und die Bedeutung der "Corporate Identity" für Kirche erhoben. Der zweite Teil präsentiert ein "synoptisches Aufmerksamkeitspapier", das in vielen Kooperationen entwickelt wurde und die Einsichten der strategischen Organisationsentwicklung, eine vom Neuen Testament und Zweiten Vatikanischen Konzil bestimmte systematische Kirchenlehre sowie die Gestaltungsfelder von Kirche und Pastoral miteinander ins Gespräch bringt. Im dritten Teil wird über die aktuelle und maßgebliche Literatur zum Thema informiert. Buchreihe Kommunikative Theologie.
Klaus Douglass
Die neue Reformation
96 Thesen zur Zukunft der Kirche
In 96 Thesen beschreibt Klaus Douglass die großen Herausforderungen, vor denen die Kirche heute steht, und eröffnet Lösungswege für einen grundlegenden Neuaufbruch. Bei seinem Entwurf einer zukunftsfähigen Kirche spart Douglass nicht an notwendiger Kritik. Dennoch spürt man dem Buch auf jeder Seite an, das es aus einer tiefen Liebe zur Kirche geschrieben wurde. „Spiritualität freisetzen“, „Den Auftrag wiederentdecken“, „Das allgemeine Priestertum der Gläubigen aktivieren“, „Eine Kultur der Liebe entwickeln“, „Den Gottesdienst losketten“, „Die Kirche nach vorne träumen“ - so lauten einige der zwölf Aufgaben, die zu ganz konkreten Schritten anleiten auf dem Weg zu einem großen Ziel: zu einer Kirche, die heutige Menschen anspricht und ihren spirituellen Hunger zu stillen vermag. Ein visionäres und motivierendes Buch, das gangbare Wege zu einem lebendigen Christsein in lebendigen Gemeinden aufzeigt. Das Buch ist 2001 im Kreuz-Verlag Stuttgart erschienen: Die neue Reformation.