Ehrenamtliche Mitarbeiter/innen qualifizieren
Pastoralpläne als Instrumente strategischer Personal- und Gemeindeentwicklung
Ein Beitrag von PD Dr. Georg Köhl in "Kirchenreform strategisch!"
1. Einleitung
„Die Kirche ist eine Tenne ... sie hat Spreu und Weizen. Niemand verlasse die Tenne vor der Zeit des Worfelns, als könnte er gleichsam die Sünder nicht ertragen. – Wer von weitem die Tenne anschaut, glaubt, es sei nichts als Spreu darin. Wenn er nicht sorgfältig hinschaut, wenn er sie nicht mit der Hand befühlt, wenn er sich nicht auseinander bläst, so kommt er schwerlich zu einer Unterscheidung der Körner. – Oft liegen die Körner selbst so getrennt voneinander und ohne Berührung miteinander, dass jedes allein zu sein scheint“.[1]
Christliche Gemeinde, wie sie uns etwa Lukas in der Apostelgeschichte ausmalt[2] ist ein Zielbegriff, sie ist im Werden und muss entwickelt werden. Gott selbst wird das Werk einmal vollenden.
Gemeindeentwicklungsprozesse mit Zukunft brauchen qualifizierte ehrenamtliche/freiwillige Mitarbeiter/innen, die sich mit ihrem Gottes- und Menschenbild sowie ihrem Kirchen- und Seelsorgeverständnis auseinandergesetzt haben.
Während die Qualifikationen hauptamtlicher Laienseelsorgerinnen und -seelsorger durch Statuten und Ausbildungsordnungen beschrieben und die Arbeitsfelder und Zuständigkeiten in Stellenbeschreibungen definiert sind, sind Stellenwert und Ausprägungen ehrenamtlicher Mitarbeit in der Kirche weitgehend ungeklärt. Die Zusammenarbeit von Hauptamtlichen und Ehrenamtlichen als zukünftiger Regelfall pfarrlicher Aufgabenbewältigung beinhaltet daher zwangsläufig die Frage: Wie werden die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gesehen und behandelt: als „willige Arbeitstiere“, als „lästige Anspruchsteller“ oder eher als „modellhafte Prüfsteine“ für eine auf Subjektwerdung und Partizipation des einzelnen Menschen ausgerichtete Seelsorge? „Jeder hat die ehrenam7lichen Mitarbeiter/innen, die er verdient.“ oder „Zeig mir deine Ehrenamtlichen, und ich sage dir, welches Kirchen- und Seelsorgeverständnis du hast!“ Wird kirchliches Ehrenamt als „geschuldete“ Selbstverständlichkeit oder als freiwilliger wertgeschätzter Dienst verstanden und entsprechend gehandelt.
Motivation und Förderung des Ehrenamts ist - vor allem für hauptamtliche
Laienseelsorgerinnen und -seelsorger in den deutschen Diözesen ein wichtiger
Aufgabenschwerpunkt. Dies lässt sich aus Tätigkeits- und Stellenprofilen der
Berufsträgerinnen und Berufsträgern ablesen. Im Bistum Trier ist dieser
Auftrag dezidiert in einer Standardstellenbeschreibung für die pastoralen
Berufe Gemeinde- und Pastoralreferent/in festgelegt.[3]
2.
Zwei Praxisbeispiele
2.1 Praxisbeispiel 1: Studientag für ehren- und hauptamtliche Mitarbeiter/ innen zum Kirchen- und Seelsorgeverständnis für vier Dekanate
Zielsetzung:
Das eigene Kirchenbild und Seelsorgeverständnis identifizieren und beschreiben und mit anderen Bildern und Verständnissen in einen Dialog eintreten können
Ablauf des Studientages am 15./16.09.2006 in Daun und Prüm
| Uhrzeit | Was | Womit |
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9.30 |
Ankunft, Stehkaffee, Namenschild; Fähnchennadeln auf Dekanatskarten stecken |
Pinnwand,
Nadeln mit Fähnchen Namenschilder
für die Teilnehmenden |
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10.00 |
Begrüßung, Hintergrund der Veranstaltung und Zielsetzung erklären |
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10.10 |
Stellübung zu den Kirchenbildern 1. Stellen zu den Kirchenbildern 2. Murmelgruppen: „Warum habe ich mich hierhin gestellt?“ 3. Interviews mit Gruppenmitgliedern |
Plakate
mit den Kirchenbilder: Volk
Gottes, Leib Christi, Braut Christi, Fels in der Brandung, Heil der Welt |
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11.00 |
Was steckt hinter den Kirchenbildern? Theologische Fundierung: Chancen und Grenzen der Kirchenbilder |
Overhead;
Leinwand |
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11.30 |
Wie ist mein Kirchenbild geworden? Biographische Zugänge: Meditationsmusik Hilfsfragen auf einem Arbeitsblatt: wichtige Personen, Ereignisse, Etappen meines religiösen Lebens/Christwerdens |
Arbeitsblatt
mit Hilfsfragen (für alle) Meditationsmusik CD-Player
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11.45 |
Die Rahmenbedingungen zum Plan 2020(neue Pfarreienzuschnitte) als Einleitung zur Frage: „Welches Kirchenbild ist zukunftsfähig angesichts knapperer Personal- und Finanzressourcen?“ |
Overhead
(„Knappheitsbedingungen und Leitplanken“) |
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12.00 |
Bibelarbeit mit der Perspektive Aufbruch zur Emmaus-Erzählung Tischgruppen: Was bedeutet „Aufbruch“ für sie persönlich? Was könnte es für die Pfarreien bzw. eine Pfarreiengemeinschaft Ihrer Perspektive und für die Gemeinde sein? Pro Tischgruppe werden 2 Punkte (oder Fragen) für das Plenum benannt und dort visualisiert. |
Plakate/Flip-Chart;
Stifte |
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13.00 |
Mittagessen und Pause |
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14.15 |
Was ist Seelsorge? Theorieimpuls - Aufgreifen und Weiterführung der Gruppenergebnisse: Seelsorge ist Begegnungs- und Beziehungsgeschehen, der Tradition der Kirche verpflichtet, zielt auf alle Menschen und die gesamte Schöpfung und steht unter dem eschatologischen Vorbehalt. |
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15.00 |
„Was braucht ihr um die ehrenamtliche Arbeit gut machen zu können“? Wo können Ehrenamtliche Unterstützung, Beratung, Begleitung bekommen? Kleingrupppe:
Wo könnten bei uns Schwierigkeiten auftauchen? Sammlung
an Pinnwand und clustern in einem Schritt während des Vorstellens der
Themen Plenum: Ausgehend von dieser Frage stellen sich alle diejenigen vor, die in und für die Dekanate „Hilfssysteme“ anbieten. (KEB; Caritas, Fachstelle Jugend, Dekanatsreferenten, Fachkonferenzen…) |
Pinnwand
und Kopien mit Ansprechpartnern Perspektive
der Dekanatsreferenten/innen: Themenspeicher
und Verantwortung für Themen auf der Tagesordnung der
Dekanatskonferenzen!
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15.45 |
Verabschiedung; Meditation mit Segensgebet |
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Der Studientag wurde auf Anfrage eines Dekanatsreferenten von einer Gruppe (drei Dekanatsreferenten/innen, ein Pastoralreferent im Dekanat, zwei Gemeindereferenten und dem Studienleiter für Pastoraltheologie vorbereitet und durchgeführt. Er fand an zwei Tagen jeweils in gleicher Form an zwei verschiedenen Orten statt, um die Teilnahme für möglichst viele Personen zu ermöglichen. Am ersten Tag (Freitag) nahmen 26 Ehrenamtliche und 13 Hauptamtliche teil, am zweiten Tag (Samstag) 31 Ehrenamtliche und sieben Hauptamtliche.
2.2 Praxisbeispiel 2: Ziel und Etappen des Gemeindeentwicklungsprozesses in Andernach St. Stefan
Ziel des Prozesses:
Befähigung des Pfarrgemeinderates[4] zur Steuerung der Seelsorge in der Pfarrei
Etappen des Prozesses:
1.Grundinformation und Entscheidung im Pfarrgemeinderat: Begleiteter Gemeindeentwicklungsprozess (12 – 15 Monate)
2.Auftakt: Zukunftswerkstatt[5] für die Mitglieder des Pfarrgemeinderats und interessierte ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit dem Thema: Hat unsere Gemeinde Zukunft?
Als Ergebnis der Werkstatt entstanden vier Arbeitsgruppen: A 1: Pfarrgemeinderatswahl, A 2: Liturgie-Planung, A 3: Oasentag für Frauen, A 4: Abschiedskultur, eine Steuerungsgruppe zur organisatorischen Leitung und Außensteuerung (Leitung: Gemeindereferentin) sowie eine Projektgruppe zur inhaltlichen Steuerung und Reflexion (Leitung: Pfarrer). Der Gemeindeentwickler arbeitete in beiden Steuerungsgremien mit.
Alle Ergebnisse der verschiedenen Gruppen wurden protokolliert, der Gesamtprozess ausgewertet und dokumentiert. Ein wichtiger (Neben-)effekt über die konkreten Ergebnisse hinaus war ein großer Motivationsschub für ehren- und hauptamtliche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, der vielfach bis heute anhält. Das ist sowohl auf das ganzheitliche Lernarrangement mit einer partizipativen und kooperativen Grundstruktur und den drei Phasen zurückzuführen, die zentrale menschlich Bedürfnisse ansprechen, die Kritikphase, Ärger loswerden, um unbelastet gemeinsam nach vorne zu schauen, die Visions- oder Phantasiephase, sich seiner (christlichen) Wurzeln versichern sowie von jeder Realität abgehobene Ideen spinnen und kreativ gestalten und in der Verwirklichungsphase zur Überraschung vieler Beteiligter zu konkreten überprüfbaren Ergebnissen und Vereinbarungen für die Alltagspraxis zu kommen, als auch auf die Qualität der Begegnungen und des Erfahrungsaustausches in den Pausen, am Abend, in den Gottesdiensten und bei den Mahlzeiten.
3.Pfarrversammlung: Begegnung der Gruppen in der Pfarrei, Rechenschaftsbericht des Pfarrgemeinderates in Form eines Sketches durch zwei Frauen aus dem Pfarrgemeinderat und durch einen schriftlichen Bericht des Vorsitzenden, Befragung der Hauptamtlichen zur Situation der Pfarrei, Verabschiedung von ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Im Zentrum der Pfarrversammlung stand die Begegnung, Information und Anteilnahme der ehrenamtlichen Gruppierungen untereinander. Die Personen lernten einander und das jeweilige Engagement (besser) kennen und die wachsende gegenseitige Wertschätzung ist spürbar.
Die Hauptamtlichen standen vor 140 Leuten Rede und Antwort über ihre Arbeit, beantworteten auch durchaus kritische Nachfragen ruhig und sachlich und nahmen Anregungen bereitwillig auf. Durch dieses diskursive Verhalten[6] wurde die partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen Haupt- und Ehrenamtlichen verdeutlicht. Höhepunkt der Veranstaltung war die von der Arbeitsgruppe „Abschiedskultur“ vorbereitete Verabschiedung ausscheidender freiwilliger Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Pfarrer, Gemeindereferentin und die stellvertretende Vorsitzende des Pfarrgemeinderates bedankten sich bei der Ministrantin nach dreijähriger Dienstzeit bis zum Pfarrgemeinderatsvorsitzenden nach 30jähriger Mitarbeit, 16 Jahre als Vorsitzender. Der Pfarrer würdigte kurz das konkrete Engagement, als Anerkennung wurden eine persönliche „Ehrenamtsurkunde“ und ein kleines Geschenk überreicht. Beim Hinausgehen am Ende des Abends hörte ich eine 75jährige Frau, ehemalige Mitarbeiterin im Besuchsdienst, sagen: „Dass mir einmal vor so vielen Leuten gedankt werden würde, hätte ich mir niemals träumen lassen“!
4.Motivationstag für ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Der Tag hatte zwei Schwerpunkte, einmal eine theologische und persönliche Auseinandersetzung mit dem Thema „Seelsorge“ sowie die konkrete Bearbeitung der Frage: „Was brauchen die Ehrenamtlichen, um ihre Aufgabe gut bewältigen zu können“: Anleitung, Fortbildung, Erfahrungsaustausch, Räume, Finanzen...?
5.Beratung des Vorstandes des neuen Pfarrgemeinderates: Leitung und Entlastung von Leitung
6.Startveranstaltung für den neuen Pfarrgemeinderat.: Aufgaben, Sitzungsstruktur und Sitzungskultur, Aktionen und Veranstaltungen. Es wurde eine verbindliche Struktur der Sitzungen vereinbart: zwei Stunden, eine Stunde inhaltliche Beschäftigung mit einem vorbereiteten Thema (Tischvorlage), eine Stunde Information (Rückfragen keine Diskussion) und Organisation, ein zum Thema der Sitzung passendes geistliches Element. Die Sitzungsleitung kann wechseln.
7. Reflexionstag (etwa ein Jahr nach der Einführung des neuen Pfarrgemeinderates): Persönliche und theologische Auseinandersetzung mit dem eigenen Kirchenbild, Reflexion des Gemeindeentwicklungsprozesses und der Arbeit des neuen Pfarrgemeinderates mit Ausblick.
Wichtige Ergebnisse der Reflexion waren: Das Ziel, den Pfarrgemeinderat zum „pastoralen Steuerungsgremium“ zu entwickeln, ist bis hierher erreicht. Der wichtigste Anstoß kam durch die Zukunftswerkstatt: aus der Lähmung zur vertieften Motivation. Die Pfarrversammlung hat den Zusammenhalt gefestigt und die Zusammenarbeit verbessert. Die neue Struktur im Pfarrgemeinderat hat sich bewährt: gute Vorbereitung, transparente Informationen, hohe Beteiligung, gegenseitige Wertschätzung und angenehme Atmosphäre. Durch die handlungsorientierte theologische Bildung ist einerseits die Kompetenz im Volk Gottes gewachsen, andererseits sind Defizite deutlich geworden.[7]
Die Pfarrei wurde 1966 errichtet. Der Gemeindeaufbau hatte von Anfang an eine diakonische Ausrichtung (bedarfsgerechte pfarreigene diakonische Einrichtungen wurden parallel zum Bau der Kirche geplant und erstellt) soziales Handeln war pastorales Handeln und umgekehrt. Eine wichtige Etappe der Gemeindeentwicklung war die Erarbeitung eines Leitbildes, das 1993 formuliert wurde: „MITEINANDER – FÜREINANDER“. „Es steht für das Leben in der Gemeinde, Verhalten und Tun, für den Umgangsstil miteinander und gibt der Gemeinde nach außen und innen ein Gesicht.“[8]
3.
Grundstrukturen und notwendige Bausteine von Gemeindeentwicklungsprozessen
Gemeindeentwicklung war in der Praxis bis vor einigen Jahren meist dann gefragt, wenn Irritationen oder Konflikte zu einer Grundverunsicherung in Pfarreien führten, so dass verschiedene Vorstellungen von Kirche, Seelsorge, Theologie und (religiöser) Bildung scheinbar unversöhnlich nebeneinander oder gegeneinander standen und sich auch bei den hauptberuflichen Seelsorgern/innen Hilflosigkeit einstellte: „Als Mitglied einer dörflich strukturierten Pfarrgemeinde am Stadtrand frage ich mich am Sonntag, was einzelne Menschen bewegt, dieser Gemeinde die Treue zu halten.… Als hauptamtlicher Mitarbeiter im Seelsorgeamt der Erzdiözese Salzburg ist es mir ein Anliegen, MitarbeiterInnen in den Pfarreien und die Pfarrgemeinden als Organisationen zu unterstützen, sie zu begleiten und zu fördern.“[9]
Inzwischen haben viele katholischen Orts- und evangelische Landeskirchen Gemeindeentwicklung/Gemeindeerneuerung als Instrument strategischer Kirchenentwicklung entdeckt und setzen sie gezielt ein zur situationsbezogenen und theologisch begründeten Entwicklung von Pfarreien und Dekanaten.
3.1
Von der Gemeindeentwicklung zur strategischen Gemeindeentwicklung
In einer „Volk-Gottes-Kirche unterwegs“ ist die Gemeinde in ihren Gruppen und Einzelpersonen Subjekt und Trägerin der Seelsorge. Gemeindeentwicklung im Sinne von „Subjektwerdung“ kann als Prozess definiert werden, in dem „die Gemeinde damit rechnet und davon ausgeht, dass bei allem Planen und Handeln von Personen von Gott die eigentliche Entwicklung der Gemeinde als Ganze wie auch ihrer Mitglieder ausgeht, dass Gott sie trägt und zum Ziel bringt“.[10]
G. STOLTENBERG nennt vier
wichtige Elemente für den Gemeindeentwicklungsprozess einer
„Volk-Gottes-Gemeinde“
: von der Systemstabilisierung zur lebensnahen
Prozessorientierung, von der betreuenden Objekt-Organisation zur solidarisierenden
Subjektwerdung, von der Formalintegration zur integrativen Partizipation und von der klerikalen Glaubenszuweisung
zur personalen Glaubensunterweisung.[11]
Strategische Gemeindeentwicklung erfordert zielgerichtete Planung, praktisch-theologische Konzeptentwicklung auf den verschiedenen Ebenen (subsidiäre Funktion gegenüber der nächst unteren), gesteuerte und ausgewertete Projekte und nicht zuletzt Visionsarbeit und theologische und spirituelle Vergewisserung. Auch in der Seelsorge braucht es den ein oder anderen kleinen Erfolg im Wissen darum, letztlich alles dem Segen Gottes zu verdanken. Im konkreten Prozess der Gemeindeentwicklung nehmen Leitung und Beratung eine unverzichtbare Aufgabe wahr. Sie stehen ein für die Einhaltung der Zielvereinbarung, moderieren den Arbeitsprozess und bringen sich nach Absprache inhaltlich mit ihrer Fachkompetenz ein.
Synodale und amtliche Leitung,
kollegiale und professionelle Beratung haben ihre je spezifische Funktion im
„Gemeindewerdungsprozess“. Das gemeinsame Priestertum aller Gläubigen,
einschließlich der professionellen Dienstämter, und die ordinierten Dienst-
und Leitungsämter müssen im Dienst der Gemeindeentwicklung in eine fruchtbare
Spannung und konstruktive Verbindung gebracht werden. Innerhalb einer systemischen
Betrachtungsweise kann Gemeindeentwicklung nur dann gelingen, wenn
„Leitbildentwicklung“, „Organisationsentwicklung“ und
„Selbst- und Personalentwicklung“ in aufeinander bezogenen Prozessen
geschieht.[12]
„Leitbilder“[13] sind wirklichkeitsnahe Visionen und Zukunftsentwürfe, die den Erlebnishorizont einer Gemeinde abstecken, eine Orientierung des gemeindlichen Handelns ermöglichen und zu entsprechenden Handlungsschritten motivieren. „Leitbilder mit den biblischen Visionen von gelungener Kommunikation und von einem heilsamen Lebensraum der Begegnung zwischen Gott und den Menschen sowie der Menschen untereinander prägen die Identität der Gemeinde.“[14]
3.2
Paradigmenwechsel in Wahrnehmung und praktisch-theologischer Bewertung der
Umbruchsituation
Durch die gesellschaftlichen Veränderungsprozesse ist die „abendländische Monopolstellung des Christentums als eine dem Einzelnen vorgeordnete Wert- und Sinnstiftungsinstanz so weit abgeschmolzen, dass es heute immer weniger als selbstverständlich erscheint, dass Menschen „einfach“ auf Grund sozialisatorisch günstiger Bedingungen Christen im Sinne kirchlich-konfessioneller Prägung werden bzw. auch ein Leben lang bleiben.“[15] Von vielen Gemeindemitgliedern, aber auch von ehren- und hauptamtlichen Mitarbeitern/innen, die oft biografisch noch zum „volkskirchlichen Milieu“ Bezüge und manchmal auch emotionale Bindungen hatten, wird der Bedeutungsverlust schmerzlich erlebt. Sie sehen sich mit der Tatsache konfrontiert, dass das, wofür sie bisher gelebt und gearbeitet haben, immer mehr Menschen immer weniger zu bedeuten scheint. Die Situation wird noch verschärft durch zurückgehende finanzielle Mittel und den Mangel an den „richtigen“ personellen Ressourcen („Priestermangel“).
Für die Kirche ist damit die Frage gestellt: Wie kann sie sich an diese neue Situation „anpassen“, ohne die ihr aufgetragene und mit Jesus Christus „ansichtig gewordene“ Botschaft vom Reich Gottes zu verraten. Ein erster wesentlicher Schritt, der sich vom Metanoia-Ruf des Neuen Testaments her nahe legt, ist die Krise als Chance zu begreifen und die Gesellschaft wie den „neuen religiösen Markt“ mit der christlichen Hoffnungsbotschaft zu durchdringen. Durch das personelle wie institutionelle „Kontaktnetz“ verfügt sie über eine hervorrangende Kommunikations- und Begegnungsstruktur, die entsprechend qualitativ dem Anspruch der christlichen Botschaft zu gestalten ist: Kirchen und pfarrliche Einrichtungen als „gastfreundliche Herbergen zur produktiven Alltagsunterbrechung“. Es gilt den Weg einzuschlagen vom „Bejammern“ der Krise zur Entdeckung der Chancen der neuen Situation. Orientieren können wir uns dabei an der Emmaus-Erzählung, in dem wir uns vom mitgehenden Gott die Tiefendimensionen der neuen Situation erschließen lassen. („wahrnehmende und lernende Kirche“) [16]
Gleichzeitig ist auch ein Paradigmenwechsel vom Säkularisierungs- zum Evangelisierungsparadigma notwendig. Denn die Zukunft der Kirche hat bereits begonnen. Der Bezugsrahmen christlich-kirchlichen Handelns ist das Reich Gottes. Die Kirchenfixiertheit des Säkularisierungsparadigmas verhindert eine „Inkulturation“ des Christentums in unsere (post-)moderne Gesellschaft. Die dem Säkularisierungsparadigma zugrunde liegende Vorstellung vom linearen Wachstum der Erkenntnis der Offenbarung und dem entsprechenden christlichen Handeln ist aufzugeben zugunsten eines immer wieder neu zu überprüfenden Verhältnisses von Orthodoxie und Orthopraxie. Evangelisierung wird hier verstanden als Ankündigung der Frohen Botschaft vom Reich Gottes und dem damit verbundenen „Leben in Fülle“ für alle Menschen und als die konkrete Anklage ungerechter und unmenschlicher Verhältnisse und Strukturen, die münden in eine persönliche und soziale Umkehr, um dem bereits angebrochenen Reich Gottes den Weg zu bereiten.[17]
Nur eine Kirche, die aufmerksam ist, für Freuden und Hoffnungen, Sorgen und Nöte der Menschen und sie im Horizont des Reiches Gottes interpretiert, wird die Bedeutung des Evangeliums für ihr Leben aufzeigen und zukunftsorientierte Gemeindeentwicklungsprozesse initiieren können. Koinonia und Diakonia sind die Glaubwürdigkeitskriterien für Martyria und Liturgia einer christlichen Gemeinde.[18]
4. Qualifiziertes Ehrenamt als Voraussetzung
für Gemeindeentwicklung
Der Auftrag „Gehet in alle Welt und verkündet die Frohe Botschaft von der in Jesus Christus angebrochenen Gottesherrschaft gilt unverändert. Die Kirche als Zeichen und „Anweg“ für diese Gottesherrschaft in ihren territorialen wie in ihren kategorialen Strukturen ist zur Verwirklichung dieses Auftrags mehr denn je auf qualifizierte ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angewiesen.
Die Verkündigung des Evangeliums („Evangelisierung“) geschieht in vier Grundfunktionen: durch Leben in universaler solidarischer Gemeinschaft (Communio bzw. Koinonia), durch den Dienst am Nächsten (Diakonie bzw. Caritas), durch Zeugnis von der Frohen Botschaft (Martyria) und durch die Feier von Gottesdiensten und Sakramenten (Liturgie).[19] Ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind vor allem in der territorialen aber auch in der kategorialen Seelsorge der „Normalfall“. Berufliche Seelsorge ist nicht zwingend aus dem katholischen Kirchenverständnis abzuleiten.[20] In vielen Ländern anderer Kontinente aber auch in Europa ernährt die Seelsorge nicht „ihren Mann“ bzw. „ihre Frau“.
4.1
Für
eine Kultur der Vielfalt von Charismen
„Das Zweite Vatikanische Konzil hat in Erinnerung gebracht und eindeutig festgestellt: Die Kirche als Volk Gottes lebt auch ganz entscheidend von den Charismen, die der Geist Gottes allen Getauften und Gefirmten schenkt. Jesus fordert dazu auf, die eigenen Talente nicht zu vergraben, sondern sie zur Entfaltung zu bringen. Schon zum Selbstverständnis der paulinischen gehörte die Mitarbeit vieler gemäß ihren Fähigkeiten und Begabungen.“ [21]
„Denn
ich sage durch die Gnade, die mir gegeben ist, jedem unter euch, dass niemand mehr
von sich halte, als sich's gebührt zu halten, sondern dass er maßvoll von sich
halte, ein jeder, wie
Gott das Maß des Glaubens ausgeteilt hat. Denn wie wir an einem
Leib viele Glieder haben, aber nicht alle Glieder dieselbe Aufgabe haben, so
sind wir viele ein Leib in Christus, aber untereinander ist einer des andern
Glied, d und
haben verschiedene
Gaben nach der Gnade, die uns gegeben ist. Ist jemand prophetische Rede gegeben,
so übe er sie dem Glauben gemäß. Ist
jemand ein Amt gegeben, so diene er. Ist jemand Lehre gegeben, so lehre er. f
Ist
jemand Ermahnung gegeben, so ermahne er. gGibt jemand, so gebe er mit lauterem Sinn. Steht jemand
der Gemeinde vor, so sei er sorgfältig. Übt jemand Barmherzigkeit, so
tue er's gern.“ (Röm 12, 3-8)[22]
Christliche Gemeindewerdung braucht eine Kultur des Ehrenamtes. Ehrenamtliches Engagement ist als Teilhabe am pastoralen Grundauftrag der Kirche ernst zu nehmen und zu fördern. Die unterschiedlichen Talente und Fähigkeiten sind bei der Übertragung von Diensten und Aufgaben angemessen zu berücksichtigen. Ein besonderes Augenmerk ist dabei auf die Benachteiligten in unserer Gesellschaft und ihre Begabungen zu richten. Dies verlangt offene Begegnungen, Gastfreundschaft und eine dialogische Gesprächskultur, die Interesse am Anderen auch am Fremden erkennen lässt.[23]
4.2 Wandel des Ehrenamtes
– auch in der Kirche
Auch in der Kirche ist das Ehrenamt im Wandel. Die pastoralen Aufgaben sind differenzierter und anspruchsvoller geworden bei gleichzeitig zurückgehender Zahl von Finanzen und Hauptamtlichen (vor allem Pfarrern), die Motive und das Selbstverständnis der Ehrenamtlichen in der Seelsorge sind ähnlich wie im sozialen Ehrenamt vielfältiger und störanfälliger geworden. Auch wird von Seiten der Hauptamtlichen die Motivation Ehrenamtlichen häufig gebremst durch Mangel an Wertschätzung.[24] Leider werden nach wie vor Personen überredet, manchmal gar gedrängt (z.B. in der Sakramentenvorbereitung „im Interesse ihrer Kinder“) Aufgaben zu übernehmen. Es wird auch immer wieder nur „Arbeit“, aber keine genaue Zuständigkeit mit entsprechenden Kompetenzen delegiert. Es fehlt häufig die Zurüstung und Unterstützung für die übertragene Aufgabe, etwa die einfache Frage „Was brauchen Sie, um ihre Arbeit gut machen zu können?“ bzw. von Zeit und Zeit die Nachfrage „Haben Sie noch alles, was Sie für die ehrenamtliche Aufgabe brauchen?“
Im Pastoralschreiben des Bischofs von Trier Dr. Reinhard Marx vom 29. Juni 2005 heißt es im Blick auf den Wandel des Ehrenamtes. „Es sollen neue Formen der verbindlichen Zusammenarbeit zwischen dem Pfarrer, den Hauptamtlichen, den Ehrenamtlichen und gegebenenfalls den Verbänden und Gruppen erarbeitet werden. Dabei soll darauf geachtet werden, dass Ehrenamtliche nicht einfach zum Ersatz für Hauptamtliche werden, sondern ihre eigenen Talente und Fähigkeiten zum Wohle aller einbringen können.“[25]
4.3 Ehrenamtliche gewinnen,
motivieren, unterstützen und fördern
Unbeschadet dessen dass dem Pfarrer als Gemeindeleiter die Fürsorge für alle haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aufgetragen ist, ist im Bistum eine spezifische Aufgabe der pastoralen Laienberufe. Im Standardteil der Stellenbeschreibungen[26] heißt es dazu für den Beruf Gemeindereferentin: „Gewinnung, Anleitung und Begleitung von Personen und Gruppen, die ehrenamtlich in den Bereichen Diakonie, Katechese und Liturgie mitarbeiten“[27], für den Beruf Pastoralreferent: „Aus- und Fortbildung von ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern“[28] Für eine Kirche, die in einen für einen christlichen Lebensentwurf werbenden Dialog mit andren Lebensentwürfen und Weltanschauungen eintreten will, ist die Qualifizierung Ehrenamtlicher unverzichtbar. Denn nur pluralitäts-tolerante Christen mit begründetem Standpunkt und der Fähigkeit, andere Sichtweisen verstehen und stehen lassen zu können, sind in der Lage, solche Dialoge zu führen. In Zeiten des Umbruchs wird in besonderer Weise spürbar: der Glaube ist angewiesen auf Kommunikationsprozesse. Kirche muss sich als Gemeinschaft in Gemeinschaften gestalten. Es ist eine zentrale Aufgabe der Pastoral von heute und morgen, soziale Lebensräume des Glaubens aufzubauen und zu pflegen (vgl. Zeit zur Aussaat, Die deutschen Bischöfe 68, 25). „Die Gestaltung der Kirche als Gemeinschaft in Gemeinschaften bedarf einer kompetenten Begleitung. Es braucht Menschen, die mit theologischer und sozialer Kompetenz Gruppen und Gemeinschaften begleiten, ihnen die Hilfe und Impulse geben, die sie brauchen, und die in spiritueller Hinsicht eine gewisse Bandbreite und für eine gesunde Atmosphäre in den Gemeinschaften sorgen.“[29]
Unterstützung und Förderung der Ehrenamtlichen bedeutet für die Pastoral- und Gemeindereferenten und -referentinnen, „ihre professionelle Kompetenz nicht als „Herrschaftsinstrument in der Hand von Experten“, sondern als helfende und befreiende Dienstleistung an der Subjektwerdung von Gemeinden, Gruppen und einzelnen Menschen in einem offenen und partnerschaftlichen Dialog einzubringen.“[30] Die hauptberuflichen Laienseelsorger und Laienseelsorgerinnen sind aufgefordert, ihre Kompetenz und ihre Macht zu nutzen, um Ehrenamtliche zur Wahrnehmung ihrer Aufgaben zu ermächtigen.
Für die Gewinnung und Begleitung von ehrenamtlichen Mitarbeiter(innen) sind folgende Grundsätze zu beachten:
-
Motivation in einem längeren Prozess, nicht appellieren oder moralisch unter Druck setzen, Hilfestellung leisten bei der Motivklärung[31],
-
eine eigenständige bewusste Entscheidung zur Mitarbeit ermöglichen,
-
die Aufgabe möglichst klar umschreiben, auch was die zeitliche Beanspruchung angeht; ein mögliches Ende angeben;
-
Doppelfunktionen bzw. Ämterhäufung möglichst vermeiden, denn „Weniger ist oft mehr“;
-
„Teamarbeit“ gewährleisten, um Isolierung, Überforderung und „Ausbrennen“ der Mitarbeiter(innen) zu verhindern;
-
nicht nur Arbeit, sondern auch Verantwortung und notwendige (finanzielle) Mittel delegieren;
-
die Mitarbeiter(innen) und ihre Aufgabe in der Pfarrei bekannt machen und in die entsprechenden Gremien einbinden;
-
die Mitarbeiter(innen) fachlich und persönlich begleiten und ihnen Fortbildung für ihre Aufgabe ermöglichen (in der Regel ohne finanzielle Eigenbeteiligung);
-
die Arbeit der Mitarbeiter(innen) anerkennen durch regelmäßige Nachfrage („Stand der Dinge“), gemeinsame Feste und Feiern, persönlichen Dank und würdige Verabschiedung;
-
für die entstehenden Unkosten und Aufwendungen Möglichkeiten der Entschädigung eröffnen;
-
die Mitarbeiter(innen) versicherungsrechtlich absichern (Haftpflicht- und Unfallversicherung)
-
eine Stufenleiter von in den Anforderungen unterschiedlichen Mitarbeitsfunktionen entwickeln, um persönlichen Kompetenzzuwachs von Mitarbeiter(innen) zu ermöglichen;
-
Frauen Hilfen zur Übernahme von Führungspositionen bieten;
-
einen partnerschaftlichen Umgangs- und Leitungsstil in allen Gruppen und Kreisen fördern, da ein solcher Stil eine unabdingbare Voraussetzung für eine zufriedenstellende Mitarbeit ist.
5.
Auf dem Weg zu einem Pastoralplan im Dekanat - ein wichtiger Schritt
strategischer Personal- und Gemeindeentwicklung
5.1
Wozu ein Pastoralplan?
Zunehmende Unübersichtlichkeit pastoraler Situationen, immer größer werdende seelsorgliche Räume und damit verbunden komplexere Kommunikationsstrukturen sowie das Fehlen zukunftsfähiger Zielvorstellungen und Konzepte fordern eine größere Aufmerksamkeit und mehr Zeit für pastorale Planung. Dazu kommen die noch gewichtigeren Herausforderungen durch die unterschiedlichen teils widersprüchlichen Erwartungen der Kirchenmitglieder an das hauptberufliche „Personal“ und die ehrenamtlichen Mitarbeiter/innen. Dies verdeutlicht die von den Kirchen in Auftrag gegebene Sinus-Studie. Sie zeigt, dass die Pfarreien von den zehn Milieus in Deutschland nur zwei bis drei mit der Verkündigung des Evangeliums annähernd erreichen.[32]
Das kann uns nicht ruhig
lassen angesichts des universaler Sendungsauftrags Jesu an seine Jünger, das
Evangelium in der gesamten Welt so zu verkündigen, dass die Menschen die
Botschaft verstehen und sie für ihr Leben und Handeln bedeutsam wird (Inkulturation).
Im Laufe der Geschichte war
die Kirche immer wieder herausgefordert, solche Erneuerungs- und
„Anpassungsprozesse“ zu leisten.[33]
Ein
Pastoralplan eines Dekanates, der im Zusammenspiel zwischen Bistumsleitung,
Dekanatskonferenz und Dekanatsrat erstellt wird, ist Ausdruck strategischer
Gemeinde- und Personalentwicklung.
Die Bistumsebene nimmt Einfluss durch die entsprechenden diözesanen Ordnungen[34]
und die Aufgabenbeschreibungen für die Mitarbeiter/innen auf der Dekanatsebene
sowie durch die Bereitstellung verschiedener Unterstützungssysteme: z. B.
Gemeindeberatung, Projekt- und Konzeptberatung, Personalausbildung und
-entwicklung[35],
Supervision, Geistliche Begleitung, Kollegiale Praxisberatung[36].
Mit gemeinsamer pastoraler Planung im Dekanat verbindet sich die Hoffnung auf „Rückkehr zur Übersichtlichkeit und einen Zuwachs an Verbindlichkeit und Nachhaltigkeit des pastoralen Handelns. Nicht zuletzt werden Wünsche laut, mit Hilfe eines Pastoralplans innovative pastorale Projekte zu starten, die dazu beitragen, die Kirche in unserer Gesellschaft für die Herausforderungen der Evangelisierung, für das Bezeugen der Frohen Botschaft „mitten unter den Häusern der Menschen“ (Christifideles Laici, Nr. 2) neu zu positionieren.“[37] Gemeinsame pastorale Planungen erfordern intensive Gesprächs- und Begegnungsprozesse unter den haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter/innen über Seelsorge-, Kirchen-, und Theologieverständnis und gemeinsame Studientage mit entsprechenden Diskursen (s. Praxisbeispiele).
5.2
Wie kommt ein Pastoralplan zustande?
Neben einer Situationsanalyse und einer Grundverständigung über das Theologie-, Kirchen- und Seelsorgeverständnis sind für einen Pastoralplan auf Dekanatsebene die „Pastoralen Leitlinien des Bistums Trier“ als Gestaltungsrahmen zu berücksichtigen. [38] Im Blick auf das Theologieverständnis legen die Leitlinien als Reflexions- und Planungsgrundlage ein Verständnis von Praktischer Theologie als kommunikativer theologischer Handlungswissenschaft nahe. Das bedeutet Theorie und Praxis sind in gleicher Weise Orte der Wahrheitsfindung.[39] Konkret wird diese Forderung dadurch, dass inhaltliche Notwendigkeiten (z.B. die Fachkonferenzen und Projekte) sowohl theoretisch als auch von konkreten Erfahrungen aus zu begründen sind. Bei der theoretischen Begründung sind theologische und human/-sozialwissenschaftliche Erkenntnisse in einer partnerschaftlichen Verhältnisbestimmung aufzunehmen.[40] Projekte und andere Praxismaßen sind zu reflektieren. Die gewonnenen Erkenntnisse sind bei den weiteren pastoralen Überlegungen zu berücksichtigen.
Ein
solches Verständnis Praktischer Theologie gibt auch die grundsätzliche
Vorgehensweise an: „Sehen, Urteilen, Handeln“. Dieses Vorgehen hatte Johannes
XXIII in „Mater et Magistra“ 1961 im Blick auf soziales Handeln der Kirche
empfohlen: „Die Grundsätze der Soziallehre
lassen sich gewöhnlich in folgenden drei Schritten verwirklichen: Zunächst muss
man den wahren Sachverhalt überhaupt richtig sehen; dann muss man diesen
Sachverhalt anhand dieser Grundsätze gewissenhaft bewerten; schließlich muss man feststellen, was man tun kann und
muss, um die überlieferten Formen nach
Ort und Zeit anzuwenden. Diese drei Schritte lassen sich in den drei Worten
ausdrücken: sehen, urteilen, handeln.“(236)
Das Kirchenverständnis, das
das Wie (Strukturen und Kultur) des pastoralen Planens und Handelns
bestimmt, ist in den „Pastoralen Leitlinien“ für mehrere
Handlungsprinzipien offen, ebenso das Seelsorgeverständnis, das das Was (die inhaltlichen
Optionen und Schwerpunkte) klärt. Das bedeutet bei aller Notwendigkeit einer
möglichst breiten Verständigung in vielen Fragen wird, darf und muss es eine
gewisse Vielfalt des „Was“ und des „Wie“ im Dekanat geben (dürfen).
5.3 Aufbau eines Pastoralplans
Präambel:
Wozu dient ein Pastoralplan?
1.Teil:
Situationsanalyse mit Gemeinsamkeiten und charakteristischen Unterschieden
2. Teil: Kirchen- und
Seelsorgeverständnis in seiner Bedeutung für (Interdependenz)
die Herausforderungen der konkreten Situation(en)
Die Orientierung am Kirchenverständnis
des II. Vat. Konzils bestimmt das Vorgehen in der
Seelsorge. Eine so ausgerichtete
Seelsorge ist kommunikativ und kooperativ zu gestalten. (Kooperation statt Konkurrenz)
Sie sucht nach größtmöglicher Beteiligung des ganzen Volkes Gottes, besonders der „Armen“
und Entrechteten. Entscheidungen werden in geregelten Verfahren nach transparenten
Diskussionsprozessen getroffen. Sie arbeitet stärker als bisher
lebensraumorientiert (weniger ein Territorium versorgend), d. h. aufmerksam für die konkreten
Lebenssituationen der Menschen, damit „Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der
Menschen von heute“ auch „Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Jünger
Christi“ (GS 1) werden können. Denn bleibende Aufgabe von Kirche
ist es, verwurzelt in der christlichen Tradition, gegenwarts- und
situationsbezogen die Botschaft von der angebrochenen Gottesherrschaft zu verkünden
und verschüttete Aspekte wieder neu ans Licht zu bringen. „Drum lasset uns am
Alten, so es gut ist halten, und auf diesem Grund’ Neues bauen Stund’ um
Stund’.“
Es gilt die „Zeichen der Zeit“ zu erkennen und die Seelsorge entsprechend zu akzentuieren. Eine missionarisch-werbende Kirche der Zukunft braucht Innovationen von hoher Qualität. Strukturell, personell und finanziell bedeutet das eine Aufwertung der projektorientierten Seelsorge[41] gegenüber einer nach wie vor im Rahmen der Möglichkeiten vorzuhaltenden pastoralen „Grundversorgung“ im Territorium. Es gilt, die bisherige Arbeit zu überprüfen und Abschied zu nehmen von dem, was nicht zukunftsfähig ist.[42] Deshalb sind kirchliche Orte und Veranstaltungen so zu gestalten, dass sie qualifizierte menschliche Begegnungen ermöglichen und eine Kultur des Dialoges, der Toleranz, der Wertschätzung und des Vertrauens werden können.
Die vier pastoralen Berufe im Bistum Trier mit gemeinsamem Seelsorgeauftrag und spezifischem Arbeitsbereich sind diesem Entwicklungsprozess von Kirche und Seelsorge verpflichtet und entsprechend dem jeweiligen Berufsprofils und den Anforderungen der jeweiligen konkreten Situation einzusetzen und auszubilden.
3.
Teil: Schwerpunkte (mit Zeitvereinbarungen), z.B. im Dekanat Bad Kreuznach
-
Qualifizierung des Ehrenamtes: Entwicklung gestufter Aufgaben, Anforderungen und Bildungs- und Beratungskonzepte, Beratung der ehrenamtlichen Gremien
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Wie kann das Leben aus dem Glauben in den Gruppen erhalten bzw. verbessert werden? (religiöse Bildung von Erwachsenen)
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Vernetzung von territorialer und kategorialer Seelsorge
4. Teil: Arbeitsformen und -instrumente
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als Beratungs- und Steuerungsorgane: Dekanatskonferenz mit Steuerungsgruppe und Dekanatsrat
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zur Konzeptentwicklung, Planung und Auswertung von Projekten und anderen Maßnahmen: Fachkonferenzen
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zur Überprüfung und Weiterentwicklung pastoraler Konzepte: Projekte
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zur Förderung von Kollegialität und Kooperation: Kollegiale Beratung
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für Planungs-, Struktur- und Organisationsfragen: Klausurtagungen
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für inhaltliche Fragen: Studientage und Fortbildungen
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zur Glaubensvergewisserung und -stärkung: Einkehrtage, Recollectionen, Oasentage
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zur Entwicklung von Zielperspektiven und zur Zwischenbilanzierung in Gremien: Zukunftswerkstätten
Die meisten Veranstaltungen sollten für haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter/innen gemeinsam durchgeführt werden. Notwendig ist der Einsatz handlungsorientierter und kreativer Methoden und entsprechender Medien. Als Lernformen haben kommen vor allem infrage: gesteuerte und offene Projekte, Zukunftswerkstätten, kollegiale Praxisberatung in Form von Fallarbeit, Gruppenarbeit nach dem Modell der Themenzentrierten Interaktion, Plan- und Rollenspiele, Simulationen und die Arbeit mit Leittexten. (Lernverständnis).
6. Schlusswort:
Als Joseph Cardijn, der Gründer der CAJ und Erfinder des pastoralen Dreischritts Sehen-Urteilen-Handeln, gefragt wurde: „Fangen Sie mit der Angel oder mit dem Netz?“, antwortete er: „Mit keinem von beiden. Wir suchen, das Wasser zu ändern, damit die Fische leben können.“ Cardijn formulierte vier Grundaufgaben für den Umgang mit Ehrenamtlichen: Suche aktive Mitarbeiter! Rüste aktive Mitarbeiter! Begleite aktive Mitarbeiter! Tröste aktive Mitarbeiter![43]
[2]
Sie
blieben aber beständig in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft und
im Brotbrechen und im Gebet. Es
kam aber Furcht über alle Seelen, und es geschahen auch viele Wunder und
Zeichen durch die Apostel. Alle
aber, die gläubig geworden waren, waren beieinander und hatten alle Dinge
gemeinsam. Sie
verkauften Güter und Habe und teilten sie aus unter alle, je nachdem es
einer nötig hatte. Und
sie waren täglich einmütig beieinander im Tempel und brachen das Brot hier
und dort in den Häusern, hielten die Mahlzeiten mit Freude und lauterem
Herzen und
lobten Gott und fanden Wohlwollen beim ganzen Volk. Der
Herr aber fügte täglich zur Gemeinde hinzu, die gerettet wurden. (Apg 2,
42-47)
[3] Vgl. R. Scherschel: Standardstellenbeschreibungen als Voraussetzung für eine gezielte Bildung der pastoralen Berufe; in: G. Köhl (Hg.): Seelsorge lernen in Studium und Beruf, Trier 2006.
[4] Es gibt sehr unterschiedliche Selbstverständnisse für und Rollenzuschreibungen von PGRs: Vgl. K. Schaupp: Der Pfarrgemeinderat : eine qualitative Interview-Analyse zum Thema "Biographie und Institution", Innsbruck 1989.
[5] Vgl. G. Köhl: Zukunftswerkstatt – Eine Methode für Motivation, Reflexion und Planung, in: Impulsheft 2, Projekt 2020, Bistum Trier 2006, 35; G. Köhl/H. Schmitt: Zukunftswerkstatt heißt Demokratie von unten, in: Caritas-Jahrbuch 2006, Freiburg 2006, 159-163.
[6] Jürgen Habermas bezeichnet in seiner Theorie des kommunikativen Handelns mit Diskurs den Prozess einer Aushandlung von individuellen Geltungsansprüchen der einzelnen Akteure (bei Habermas auch als "Aktoren" bezeichnet). Ein Merkmal der Sprache ist dabei nach Habermas die ihr innewohnende Rationalität. Die Ergebnisse einer Kommunikation – wenn sie frei ist von Verzerrungen durch Macht oder Hierarchien – sind ihm zufolge zwangsläufig rational. Als beste Versicherung für wahre Erkenntnisse, richtige Normen und wahrhafte Gefühle sieht er somit den herrschaftsfreien Diskurs.
[7] Vgl. Ergebnisprotokoll des Reflexionsabends Gemeindeentwicklung in Andernach St. Stefan vom 30.06.05, 1.
[8] Eine Pfarrei entsteht, hrsg. v. einem Redaktionsteam der Pfarrei Andernach St. Stephan, Andernach 2000, 22.
[9] Vgl. S. Schneider: Gemeindeentwicklung – (k)ein gesteuerter Prozess?, in: PthI26 (2006).
[10] M. Lörsch: Systemische Gemeindeentwicklung, Frankfurt 1999, 14.
[11] vgl. G. Stoltenberg: Ekklesiogenese. Bausteine für eine mystagogische Seelsorge, hrsg. v. S. Knobloch und H. Haslinger, Mainz 1991, 76-105, hier 92-102.
[12] Lörsch: Systemische Gemeindeentwicklung, 15.
[13] P. M. Zulehner schreibt Visionen drei wichtige Funktionen für die Gemeindeentwicklung zu: Orientierung über Daseinszweck und Ziel, Kritik bei Abweichung von der verabredeten Zielsetzung und Motivation für die Mitglieder, sich auf das verabredete Ziel einzulassen. (vgl. P. M. Zulehner: Pastoraltheologie, Bd. 2, Düsseldorf 1989, 1985).
[14] Lörsch: Systemische Gemeindeentwicklung, 16.
[15] G. Lames: Metanoia – Kirche im Wandel - vom Krisenschema zum Entdeckungsschema in Kirche und Pastoral?, in: TThZ 112(2005), 255-267 hier 255.
[16] Vgl. Pastoralschreiben des Bischofs von Trier Dr. Reinhard Marx: „Als Gemeinschaft in Bewegung – nach innen und nach außen, hrsg, v. Bistum Trier, Trier 29. 6. 2005, 8.
[17]
Vgl. N. Mette:
Vom Säkularisierungs- zum Evangelisierungsparadigma, in: Diakonia 21
(1990), 420-
[18] Vgl. G. Köhl: Lern-Ort Praxis. Ein didaktisches Modell, wie Seelsorge gelernt werden kann, Münster 2003.
[19] „…wo per definionem das „Kerngeschäft“ in der Liturgie besteht, da gerät alles Leben außerhalb zum defitienten Vorfeld bzw. zur bloßen Konsequenz oder Applikation. Von der Lebenspraxis Jesu ist diese Umwertung und Umgewichtung jedenfalls in keiner Weise gedeckt.“ (H. Wahl: Reformstau zwischen Organisation und Kommunikation?, in: TThZ 112(2005), 200-314 hier 309f.).
[20]
Vgl. G. Köhl/A. Saberschinsky: „Gott die Ehre... um der Menschen
willen“, in: Ehrenamt – Lust oder Last,
hrsg. von Alexander Saberschinsky, Trier 22006, 87-101
[21] Für eine Kultur des Ehrenamts. Handlungsempfehlungen an Verantwortliche in Kirche und Gesellschaft. Erklärung des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Juni 2004, 4.
[22] Text der Luther-Übersetzung in der revidierten Fassung von 1984.
[23] vgl. Erklärung des Zentralkomitees, 4.
[24] vgl. Zentralkomitee: Kultur des Ehrenamtes, 3.
[25] Pastoralschreiben des Bischofs von Trier Dr. Reinhard Marx: „Als Gemeinschaft in Bewegung – nach innen und nach außen, hrsg, v. Bistum Trier, Trier 29. 6. 2005, 8.
[26] Vgl. Standardteil für Aufgaben- bzw. Stellenbeschreibungen für Pfarrer, Ständige Diakone, Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten sowie Gemeindereferentinnen und Gemeindereferenten in Pfarreien und Seelsorgeeinheiten; Bischöflicher Generalvikar, Trier, Fassung 2002 (maschinenschriftlich).
[27] vgl. Statut für Gemeindereferentinnen und -referenten vom 27.03.2000 (vgl. KA 2000, Nr. 105) und Handbuch des Rechts für das Bistum Trier, Nr. 255.1.
[28]
vgl. Statut für
Pastoralreferentinnen und -referenten vom 15.05.2000 (vgl. KA 2000, Nr.
129) und Handbuch des Rechts
[29] E.-M. Faber: Identität, Profil und Auftrag der pastoralen Dienste, in: Der pastorale Dienst in einer Zeit der Aussaat (Arbeitshilfe 185), hrsg. von Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz, Bonn, 5. Juni 2004, 49 – 57 hier 54 f.
[30] Köhl: Lern-Ort Praxis, 248.
[31] Vgl. Anlage: H. und M. Tholl: Typologie von Motivationen für ehrenamtliches Engagement in Pfarreien/- Pfarreiengemeinschaften und die entsprechenden Seelsorgerollen.
[32]Vgl. Milieuhandbuch „Religiöse und kirchliche Orientierungen in den Sinus-Milieu 2005, Medien- Dienstleistungs-GmbH, Postfach 20 14 17, 80014 München.
[33]
„Als
System und Teil dieser Welt steht Kirche ... zwischen Tradition und
Entwicklung. Ihre Geschichte ist die
Geschichte
eines permanenten Wandels, gefüllt mit Weggabelungen, Entscheidungen,
Umkehr und neuen Aufbrüchen. Veränderungen wurden von außen angeregt
oder hatten innere Quellen. Stets waren sie begleitet
von Zeichen der Irritation und der Krise, aber auch von Zeichen der
Hoffnung und des Neuanfangs. Entscheidend in allen diesen Situationen war, dass Kontextveränderungen
und Diskontinuitäten (ab einem bestimmten Punkt) nicht (mehr) als zu
beseitigende Störung oder Zwang zu Anpassung wahrgenommen, sondern als
Lern- und Veränderungschance begriffen wurden. Genau dies hat die Kirche in
ihrer Geschichte stark gemacht.“
[34]
In § 8 (2) der Ordnung für die Dekanate im Bistum Trier vom 15. März 2004
heißt es: 1. "Die Dekanatskonferenz stellt entsprechend den pastoralen
Erfordernissen unter Berücksichtigung der Gegebenheiten des Dekanates einen
Pastoralplan auf: Dabei sind die vom Diözesanbischof festgelegten
pastoralen Schwerpunkte einzubringen sowie die kategorialen und
territorialen Dienste in angemessener Weise zu vernetzen." 2. Die
Dekanatskonferenz "richtet Fachkonferenzen zur Umsetzung des
Pastoralplans ein, in der Regel für die Bereiche Caritas,
Erwachsenenbildung, Gemeindekatechese, Jugend, Kirchenmusik,
Religionsunterricht und weltkirchliches Engagement."
[35] Zur strategischen Personalentwicklung vgl. H.J. Groß/Y. Russel.
[36]
Vgl. Köhl: Lern-Ort Praxis, 312-320
[37] G. Lames/M. Lörsch: Ein Segen wirst du sein. Der Pastoralplan – ein hilfreiches Instrument der Gemeindeentwicklung und der kirchlichen Organisationsberatung, in: TThZ 112(2005), 268-283 hier 269.
[38] Eine ausführliche Darstellung über das Zustandekommen eines Pastoralplanes in einer Pfarreiengemeinschaft findet sich in ebd. 271-282, in einem Dekanat vgl. S. Nober: „Von einigen, die auszogen… Lernerfahrungen mit einem Dekanatsentwicklungsprozess, in: TThZ 112(2005), 284-298.
[39] Vgl. K. Frielingsdorf: Seelsorgeausbildung, in: LThK 3, Freiburg , Bd. 9, 387.
[40]
Vgl. H. Steinkamp: Theologie treiben –
interdisziplinär. Zum Verhältnis von Theologie und Humanwissenschaften in
der Praxis, in: G. Köhl (Hg.): Seelsorge lernen in Studium und Beruf, Trier
2006, 540-545
[41] Vgl. K.-G. Eich u. a.: Projektorientiert Seelsorge lernen, in: PThI 25(2005), 53-77.
[42] Vgl. Als Gemeinschaft in Bewegung, 7.
[43] vgl. H. Dewald: Für eine Aufbruchspastoral. Dem Glauben neue Bahnen brechen. Erinnerungen und Erfahrungen im pastoralen Dienst, Offenburg 1978 (maschinenschriftlich), 85f.
Foto: St. Lambert
