Netzwerk Kirchenreform - Thursday, 4. December 2008
Druckversion der Seite: Bonner Baukasten für Kirchenkreisentwicklung
URL: www.netzwerkkirchenreform.de/baukastenkirchenkreisentwicklung.html

Bonner Baukasten für Kirchenkreisentwicklung

Checkliste zur Leitung von Kirchenkreisen

 

Prof. Dr. Eberhard Hauschildt

Prof. Dr. Wolfgang Nethöfel

   

In Zeiten vielfacher Strukturreformen in den Kirchenkreisen werden Instrumente für die Steuerung der Prozesse dringend benötigt. Sie müssen klare Zuständigkeiten definieren und rechtliche Regelung von Pflichten und Rechten im Zusammenwirken der Organe des Kirchenkreises und im Verhältnis zu den Ortsgemeinden und zur Landeskirche einbeziehen. Viele Instrumente lassen sich aus den gegebenen Strukturen ableiten; daraus ergibt sich eine Fülle von Möglichkeiten, die Kirchenkreisentwicklung erfolgreich zu leiten. Die folgende Checkliste soll dazu helfen, sich diese Möglichkeiten im Überblick bewusst zu machen und sie gezielt einzusetzen.

  

Diese Checkliste ist Ergebnis einer systematischen Auswertung von Praxiserfahrungen, die auf einer Tagung zur Kirchenkreisreform an der Evangelischen Akademie im Rheinland gesammelt worden sind. Sie will die vorhandene Literatur zum Projektmanagement ergänzen – vor allem durch den Hinweis, dass es sinnvoll sein kann, auch scheinbare Routinevorgänge („Antrag an die Synode“) als Projekt zu definieren und bis zum erfolgreichen Abschluss zu „managen“.

  

Aus den gesammelten Erfahrungen ließ sich die folgende Ordnung von Hinweisen ableiten. Es gibt Möglichkeiten, den Prozess in guter Weise 1. zu objektivieren, 2. zu subjektivieren, 3. zu terminieren, 4. zu symbolisieren, 5. zu kommunizieren, 6. zu entscheiden.

  

1. Objektivieren (Zahlen und Kriterien)

 

2. Subjektivieren (Personen)

 

3. Terminieren (Meilensteine und Grenzen / oder: Prozess-Struktur)

 

4. Symbolisieren (Bilder)

 

5. Kommunizieren (Beziehung)

 

6. Entscheiden (Prozesskultur)

 

Ergebnis einer Tagung der Evangelischen Akademie im Rheinland "Werkstatt Kirchenreform" vom 24. - 25. August 2007, dokumentiert im Newsletter II/2008.